Beitragsanpassung

Bei allen Zahnzusatzversicherungen kommt es immer mal wieder zu Beitragsanpassungen. In der Regel handelt es sich dabei um Beitragserhöhungen. Das hat folgenden Grund:

Die Zahnmedizin macht rasante Fortschritte. Neue Versorgungsformen und Behandlungsmöglichkeiten ermöglichen es, die natürlichen Zähne heute viel länger zu erhalten als in früheren Generationen. Und falls Zahnersatz erforderlich wird, kann er qualitativ so hochwertig gemacht werden, dass die ersetzten Zähne von den natürlichen Zähnen nicht zu unterscheiden sind. Das alles hat seinen Preis und so steigen die Kosten für die zahnmedizinische Versorgung permanent an. Für den Versicherer bedeutet das: höhere Ausgaben im Leistungsfall. Dies wirkt sich früher oder später auf den Beitrag zur privaten Zahnzusatzversicherung aus.

In allen Versicherungsbedingungen werden die „Spielregeln“ für die Beitragsanpassung beschrieben. Hier beispielhaft eine Formulierung:

„Im Rahmen der vertraglichen Leistungszusage können sich die Leistungen des Versicherers zum Beispiel wegen steigender Behandlungskosten oder einer häufigeren Inanspruchnahme medizinischer Leistungen ändern.

Dementsprechend vergleicht der Versicherer zumindest jährlich für jeden Zahntarif die erforderlichen Leistungen mit denen, die in den technischen Berechnungsgrundlagen kalkuliert wurden. Ergibt die Gegenüberstellung eine Abweichung von mehr als 10%, werden die Beiträge vom Versicherer genau überprüft und soweit erforderlich mit Zustimmung eines unabhängigen Treuhänders angepasst. Beiträge können auch bereits dann überprüft und mit Zustimmung eines Treuhänders angepasst werden, wenn die Gegenüberstellung eine Abweichung von mehr als 5% ergibt.“

Das bedeutet im Klartext: der Versicherer hat nur einen kleinen Spielraum. Bei Abweichung zwischen 5,01% und 10% kann er entscheiden, ob er das Beitragsanpassungsverfahren durchzieht oder noch etwas zurückstellt. Ab 10% muss er anpassen – es sei denn, nach übereinstimmender Beurteilung durch Versicherer und Treuhänder wäre die Veränderung der Versicherungsleistungen als nur vorübergehend anzusehen.

Selten passiert es, dass die Gegenüberstellung eine Senkung der Beiträge zur Folge hat – der Versicherer also höhere „Schäden“ kalkuliert hat als tatsächlich bezahlt werden mussten.

Da die Spielregel für alle Versicherer gleichermaßen gilt, trifft es alle Versicherten. Unterschiede gibt es nur im Turnus und im Zeitpunkt, wann der einzelne Versicherer die Beitragsanpassung durchführt. Manche Versicherer passen die Beiträge häufiger an und warten nicht ab, bis die 10%-Marke übersprungen ist. Andere warten und passen seltener an – dafür oft umso höher.

Viele Versicherer haben einen festen Zeitpunkt für Beitragsanpassungen. Häufig ist es der 01.01., an dem neue Beiträge gelten. Sie als Versicherungsnehmer müssen darüber zwei Monate im Voraus informiert werden, d.h. die Mitteilung geht Ihnen in diesem Fall Ende November zu. Ein paar Versicherer passen unterjährig an (zum Beispiel DKV zum 01.07.).

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