Wie schädlich sind Amalgam / Amalgamfüllungen wirklich?

Das in Amalgamfüllungen enthaltene Quecksilber ist giftig und wird durch verschiedene Faktoren freigesetzt. Auf Amalgam können Sie verzichten, wenn Sie die Behandlungen privat abrechnen oder eine Zahnzusatzversicherung abschließen.

Seit Jahrzehnten wird darüber diskutiert, ob „Plomben“ aus Amalgam giftig und gesundheitsschädlich sind oder nicht. Doch: Was ist Amalgam? Und wann ist eine Amalgamsanierung sinnvoll?

Amalgamverbot EU-weit?

Amalgam ist eine Verbindung aus Quecksilber, Silber, Zinn und Kupfer. Alle Bestandteile gehören zu den Schwermetallen. Schon seit 1820 wird Amalgam regelmäßig als Zahnfüllung verwendet.

EU und UN haben das Ziel, die Verwendung von Quecksilber deutlich zu reduzieren, denn es ist nicht abbaubar. Norwegen und Schweden haben bereits 2008 bzw. 2009 entschieden, dass quecksilberhaltige Produkte nicht mehr erlaubt sind. Damit sind auch Amalgamfüllungen verboten. In anderen europäischen Ländern wird ein Verbot seit vielen Jahren diskutiert. Aktuell gibt es Bemühungen, nun 2013 endlich ein Verbot innerhalb der EU durchzusetzen.

Was ist gefährlich an Amalgamfüllungen?

Das in Amalgamfüllungen enthaltene Quecksilber gilt als giftig und kann durch verschiedene Faktoren freigesetzt werden und in den Körper gelangen. Es bildet verstärkt freie Radikale, was Gewebe und Organe schädigen kann. Fachleute schließen nicht aus, dass Quecksilber unter anderem an der Entstehung von Krebs, Gelenkleiden und Autoimmunkrankheiten mitbeteiligt ist. Obwohl Amalgamfüllungen in Deutschland noch nicht verboten sind, raten Zahnmediziner zumindest in einigen Fällen von der Verwendung ab. Nämlich bei Schwangeren, bei Kindern und bei Menschen, die allergisch auf Amalgam reagieren. Letzteres kommt allerdings sehr selten vor.

Ist eine Amalgamsanierung sinnvoll?

Empfohlen wird die Amalgamsanierung auf jeden Fall, wenn eine Allergie auf Amalgam medizinisch nachgewiesen ist. Dann übernehmen die Krankenkassen auch die Kosten der Amalgamsanierung. Viele verunsicherte Patienten haben den Wunsch, ihre Amalgamfüllungen gegen hochwertige Füllungen austauschen zu lassen – auch ohne nachgewiesene Allergie. Die Kosten dafür müssen die Patienten selbst tragen. Doch berücksichtigt man die eingangs beschriebene Gefahr für unsere Gesundheit, die von Quecksilber ausgeht, dann sollte man sich von Kostenüberlegungen nicht vom Amalgamaustausch abhalten lassen.

Amalgam - Zahnmediziner sind sich nicht einig

Bei vielen Zahnärzten hat Amalgam einen hohen Stellenwert. Es lässt sich besonders gut verarbeiten und geradezu ideal in das Loch im Zahn einfügen. Andere Zahnärzte dagegen verweigern den Gebrauch von Amalgam und sehen die Risiken für die Gesundheit der Patienten kritisch. Sie bieten ihren Patienten nur noch Füllungen aus anderem Material – wie Kunststoff – an.

Kasse zahlt nur Amalgamfüllungen

Der Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung legt fest, dass Amalgamfüllungen komplett bezahlt werden. Wünscht der Versicherte eine Kunststofffüllung, so muss er zuzahlen. Er bekommt nur den Betrag erstattet, der für eine Amalgamfüllung bezahlt worden wäre. Dabei berufen sich die Krankenkassen auf die Bestimmungen des Sozialgesetzbuches: dort steht, dass sie nur Versorgungen bezahlen dürfen, die „ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sind. Sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht übersteigen…“

Zusatzversicherungen zahlen andere Füllmaterialien als Amalgam

Gesetzlich Versicherte haben die Möglichkeit, eine private Zahnzusatzversicherung abzuschließen. Moderne Tarife zahlen nicht nur für Zahnersatz, sondern auch für hochwertige Füllungen aus Kunststoff, Keramik und anderen Materialien. Da fällt es leicht, auf die „Kassenversorgung mit Amalgam“ zu verzichten, um gesundheitliche Risiken zu vermeiden.

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Amalgam

Amalgam ist seit Jahren in der Zahnmedizin umstritten. Da gesetzliche Krankenkassen nur Amalgam-Füllungen erstatten, schließen viele Patienten eine gute Zahnzusatzversicherung ab: Der Patient wählt Kunststofffüllungen als Alternative und die Zahnzusatzversicherung trägt die Kosten.

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