Zahnzusatzversicherung für Kinder

Jedes 2. Kind braucht eine Zahnspange. Die Krankenkasse trägt die Kosten nur zum Teil oder gar nicht. Lohnt sich eine Zusatzversicherung für Ihr Kind?

Gesunde und schöne Zähne sind ein wesentlicher Bestandteil der Gesundheit und des Wohlbefindens – ein Leben lang. Eine Zahnzusatzversicherung für Kinder ist dann sinnvoll, wenn sie für die Behandlung von Zahn- und Kieferfehlstellungen leistet. Und das ist nicht bei allen Zahnzusatzversicherungen der Fall.

Jedes zweite Kind braucht eine Zahnspange

Ungefähr jedes zweite Kind braucht im Laufe des Heranwachsens eine Zahnspange. Man spricht hier von Orthodonie, sogenannter Zahnregulierung. Diese soll Fehlstellungen der Zähne verhüten oder behandeln. Die Behandlung beginnt häufig im Alter zwischen 10 und 11 Jahren und zieht sich oft über 3 bis 5 Jahre hin. Früher übernahmen die Krankenkassen die Behandlungskosten. Seit 2002 gelten strengere Regelungen. Die Krankenkassen zahlen unter bestimmten Voraussetzungen einen Zuschuss.

Begrenzte Leistungen der Krankenkassen

Der Zuschuss der Krankenkassen richtet sich nach dem Schweregrad der Zahn- oder Kieferfehlstellung. Man spricht hier von der Einteilung in insgesamt fünf Kieferorthopädische Indikationsgruppen, kurz KIG genannt. Es gilt: je größer die Fehlstellung, desto höher die KIG.

Ausschlaggebend für die Kostenübernahme der Krankenkassen ist die Einstufung in KIG 3, 4 oder 5. Behandlungskosten für KIG 1 und 2 werden von den Krankenkassen gar nicht übernommen – auch dann nicht, wenn der Kieferorthopäde eine Behandlung für medizinisch notwendig erachtet. Zum Beispiel wird die Behandlung bei Rücklage des Unterkiefers nur noch dann bezahlt, wenn die Rückverlagerung mehr als 6 mm beträgt. Dabei sollte schon eine Rücklage ab 3 mm in der Regel aus funktionellen Gründen therapiert werden. Diese "leichte Ausprägung" einer Fehlstellung fällt aber noch in KIG 2 und muss daher selbst bezahlt werden.

Die Krankenkassen haben außerdem Vorgaben, welche Leistungen durch die „Regelversorgung“ übernommen werden. Es gibt Einschränkungen bei der Kostenübernahme. Die Verwendung bestimmter Materialien sowie einige Behandlungsmaßnahmen gelten als Zusatzleistungen und werden von den gesetzlichen Krankenkassen auch dann nicht übernommen, wenn Ihr Kind in KIG 3, 4 oder 5 eingestuft wurde. Insbesondere fest sitzende Zahnspangen, sogenannte „Brackets“, verursachen zusätzliche Kosten, die nicht von den Krankenkassen bezahlt werden. Die passende kieferorthopädische Zahnzusatzversicherung für Kinder erstattet viele dieser Zusatzleistungen.

Ohne Zusatzversicherung müssen Sie bei KIG 3 bis 5 mit Mehrkosten von ca. 1.500,- bis 2.500,- EUR rechnen, bei KIG 1 und 2 mit Behandlungskosten von 4.000,- bis 5.000,- EUR, die Sie alleine aufbringen müssen.

Einstufung der KIG durch den Kieferorthopäden

Die Einstufung des Schweregrades einer Fehlstellung, also KIG 1 – 5, erfolgt durch den Kieferorthopäden.

Vor dem Beginn einer Behandlung stellt der Kieferorthopäde einen Heil- und Kostenplan auf. Dieser wird bei der Krankenkasse eingereicht. Wenn Sie eine Zahnzusatzversicherung mit kieferorthopädischen Leistungen abgeschlossen haben, dann reichen Sie parallel den Heil- und Kostenplan beim Versicherer ein.

Es ist nie zu früh für eine Zahnzusatzversicherung

Kosten für Behandlungen, die bei Abschluss einer kieferorthopädischen Zusatzversicherung für Kinder bereits vom Zahnarzt angeraten waren, werden von den Versicherungen nicht übernommen. Sobald also ein kieferorthopädischer Behandlungsbedarf erkennbar ist, ist es für den Abschluss einer Zahnzusatzversicherung zu spät.

Viele Versicherungen begrenzen außerdem die Leistungen in den ersten Jahren. Der volle Versicherungsschutz tritt meist nach Ablauf von vier bis fünf Jahren ein. Um den Versicherungsschutz in vollem Umfang ausschöpfen zu können, ist ein frühzeitiger Versicherungsabschluss daher sehr wichtig.

Achten Sie auf den Leistungsumfang Ihrer Versicherung

  • Sie wissen bei Versicherungsabschluss noch nicht, in welche KIG Ihr Kind eingestuft wird. Die Zahnzusatzversicherung sollte dementsprechend unbedingt die Kostenübernahme für alle KIG Einstufungen, also 1 – 5, erbringen.
  • Beachten Sie, dass der Versicherungsschutz nur greift, wenn noch keine Behandlung oder Voruntersuchung stattgefunden hat. Zur Voruntersuchung gehört bereits auch eine Röntgenaufnahme vom Kiefer.
  • Schließen Sie möglichst die Versicherung spätestens im Alter von 6 – 8 Jahren ab. Die Erstattung ist in den ersten 4 – 5 Jahren nach Versicherungsbeginn begrenzt.
  • Prüfen Sie, welche Mehrleistungen von der Zahnzusatzversicherung übernommen werden, die die Behandlung verbessern, z. B. den Tragekomfort von Zahnspangen erhöhen.

Wir beraten Sie – für die passende kieferorthopädische Zahnzusatzversicherung Ihrer Kinder

Fragen Sie unsere to.dent.ta-Experten für Zahnzusatzversicherungen direkt, welche Versicherung geeignet ist, die Möglichkeiten der kieferorthopädischen Behandlung für Ihr Kind optimal zu nutzen. Zögern Sie nicht und kontaktieren sie uns.

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