Was ist eine Zahnstaffel?

Die meisten Zahntarife begrenzen die Leistungen in den ersten Jahren nach Vertragsabschluss auf Höchstbeträge. Das nennt man dann Zahnstaffel, Leistungsstaffel oder auch Summenbegrenzung. In der Regel gelten Höchstgrenzen nur in den ersten 2 bis 5 Jahren.

In den jeweiligen Versicherungsbedingungen wird beschrieben, wie hoch die Zahnstaffel ist und wie lange sie gilt. Zum Beispiel ist bei der Württembergische zu lesen, dass in den ersten 12 Monaten die Erstattung aus einem maximalen Rechnungsbetrag von 1000 Euro berechnet wird. Leistet der Tarif bei Zahnersatz 90% aus dem Rechnungsbetrag, so bekommt der Versicherte in den ersten 12 Monaten maximal 900 Euro ausbezahlt. Bei Janitos dagegen steht, dass die Erstattung in den ersten 12 Monaten auf 1000 Euro begrenzt ist. Das bedeutet, dass in diesem Fall wirklich 1000 Euro ausbezahlt werden können. Andere Versicherer legen für jedes Jahr bestimmte Grenzen fest. So zahlt die R+V bei Zahnersatz im 1. Kalenderjahr 1000 Euro, im 2. Kalenderjahr 2000 Euro, im 3. Kalenderjahr 3000 Euro und im 4. Kalenderjahr 4000 Euro. Insgesamt stehen dem Versicherten also bereits in den ersten 4 Jahren 10000 Euro zur Verfügung.

Vorsicht bei preiswerten Zahnzusatzversicherungen

Einige preiswerte Zahnzusatzversicherungen sehen auch dauerhaft eine Begrenzung auf einen jährlichen Höchstbetrag vor. Hier ist Vorsicht geboten! Dieser Höchstbetrag bleibt konstant. Und da niemand vorhersagen kann, wie sich die Preise im Gesundheitswesen entwickeln, kann es sein, dass man eines Tages trotz Zusatzversicherung auf hohen Zahnarztrechnungen sitzen bleibt.

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Zahnstaffel schützt die Versichertengemeinschaft

Eine Zahnstaffel dient dem Schutz der Versichertengemeinschaft. Manche Patienten denken erst dann über eine Zahnzusatzversicherung nach, wenn der Zahnarzt bereits festgestellt hat, dass ein oder mehrere Zähne behandelt werden müssen. Eine Versicherung ist jedoch dazu da, gegen ungewisse, in der Zukunft liegende Ereignisse Schutz zu bieten. Steht der „Schadenfall“ bereits fest, gewähren die Versicherer dafür keine Leistungen mehr.

Die Beweislast dafür, dass der Behandlungsfall bereits vor Antragstellung feststand, tragen die Versicherer. Dazu fordern sie Auszüge aus der Patientenakte des Zahnarztes an. Der Versicherte ist verpflichtet, diese zu beschaffen und alle geforderten Nachweise vorzulegen.

Passiert es nun, dass viele Versicherte unmittelbar nach Vertragsabschluss hohe Kosten verursachen und hat der Zahntarif keine Höchstgrenzen für die Erstattung, dann wird die Versichertengemeinschaft über Gebühr belastet. Denn wenn der Versicherer höhere Leistungen zahlen muss als er für den Tarif kalkuliert hat, dann muss er die Beiträge erhöhen. Alle Versicherten zahlen dann mehr für ihre Zahnzusatzversicherung. Um solche Fehlentwicklungen zu vermeiden, ist die Zahnstaffel ein gutes und wichtiges Steuerungsinstrument.

Bei den Zahnzusatzversicherungen entfallen die Höchstgrenzen üblicherweise, wenn die zahnärztliche Behandlung durch einen Unfall erforderlich wird.

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