Zahnzusatzversicherung trotz fehlender Zähne

vom 05.10.2018

Der Abschluss einer Zahnzusatzversicherung trotz fehlender Zähne ist möglich. Hier erfahren Sie, was Sie beachten müssen.

  • Sie wollen fehlende Zähne mitversichern? Wir beraten Sie gern.
  • Bei fehlenden Zähnen ist die richtige Auswahl besonders wichtig. Wenn schon Zähne fehlen, sollten Sie sorgfältig vergleichen.
  • Der Abschluss einer Zahnversicherung trotz fehlender Zähne bzw. bei fehlenden Zähnen ist möglich. Wir beraten Sie für die optimale Absicherung.

Bei unserer Kundin hatte sich die Zahnwurzel eines Backenzahns entzündet. Der Zahnarzt versuchte zwar noch, den Zahn zu retten, doch alle Bemühungen halfen nichts: der Zahn musste gezogen werden.

Und das war nicht der erste Zahn, den unsere Kundin verloren hatte. Insgesamt fehlten ihr jetzt drei Backenzähne. Und das mit 44 Jahren! "Wer weiß, was noch auf mich zukommt" dachte sich die Kundin und bemühte sich um eine Zahnzusatzversicherung trotz fehlender Zähne. Dabei merkte sie: Der Abschluss einer Zahnversicherung, wenn schon Zähne fehlen, ist nicht so einfach. Sie fragte sich zudem: "Kann ich fehlende Zähne mitversichern?"

Fehlende Zähne müssen im Antrag angegeben werden

Die meisten Versicherer wollen bei Antragstellung wissen, ob Zähne fehlen. Dabei interessieren sie nur solche fehlenden Zähne, die noch nicht durch Brücken, Implantate oder Prothesen ersetzt sind. Weisheitszähne müssen dabei nicht angegeben werden. Und wenn sich Zähne zusammengeschoben haben, so dass die Lücke geschlossen ist, brauchen Sie diesen Lückenschluss ebenfalls nicht anzugeben. Wenn Sie aber richtige Zahnlücken haben, dann will der Versicherer die Anzahl der fehlenden Zähne wissen.

Diese Frage ist im Antrag wahrheitsgemäß zu beantworten. Mogelt man oder verschweigt man die Zahnlücken, riskiert man den Versicherungsschutz.

Keine Fragen - kein Versicherungsschutz für fehlende Zähne

Bei Zahntarifen, für deren Abschluss man keinerlei Antragsfragen beantworten muss, sind fehlende Zähne vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Das steht im "Kleingedruckten". Dazu gehören zum Beispiel die Tarife der ERGO Direkt, R+V und uniVersa.

Die Anzahl der fehlenden Zähne ist entscheidend

Ein fehlender Zahn ist in der Regel unproblematisch

Bei einigen Zahnzusatzversicherungen kann ein fehlender Zahn problemlos versichert werden. Dazu gehören zum Beispiel die Tarife von AXA, Janitos, Barmenia und Continentale.

Bei Bayerische und Württembergische hängt der Versicherungsschutz davon ab, wie viele ersetzte Zähne - also Kronen, Implantate, Brücken - außerdem vorhanden sind.

DKV, Allianz, ARAG, Concordia und Hanse Merkur verlangen bereits für einen fehlenden Zahn einen Beitragszuschlag.

Bei zwei oder drei fehlenden Zähnen findet man noch Tarifauswahl

Bei diesem Gebisszustand haben die Versicherer ein erhöhtes Risiko zu tragen. Entweder sie verlangen pro fehlendem Zahn einen Beitragszuschlag (z.B. Concordia 2 EUR, DKV 4 EUR, ARAG 20%) oder sie verändern die Erstattungsgrenzen in den ersten Jahren.

AXA und Württembergische zum Beispiel begrenzen ihre Leistungen in den ersten 8 Jahren (statt wie üblich in den ersten 4 Jahren). D.h. der Versicherungsschutz baut sich langsam auf.

Janitos und Bayerische hingegen begrenzen ihre Leistungen nur in den ersten 4 Jahren, dafür aber leisten sie deutlich niedrigere Beträge als bei der Versicherung von komplettem Zahnbestand.

Bei vier und mehr fehlenden Zähnen ist die Auswahl begrenzt

Concordia gewährt bei vier fehlenden Zähnen noch Versicherungsschutz, sofern zeitgleich nicht mehr als 8 Kronen, Brückenglieder oder Implantate vorhanden sind. Es wird pro fehlendem Zahn und ab dem 4. ersetzten Zahn ein Zuschlag von jeweils 2 EUR erhoben.

Die Württembergische bietet Versicherungsschutz bis zu 8 fehlenden Zähnen, sofern zeitgleich nicht mehr als 6 Kronen, Brückenglieder oder Implantate vorhanden sind. Wie bereits erwähnt, ist der Versicherungsschutz in den ersten 8 Jahren begrenzt. Allerdings fragt die Württembergische inzwischen auch danach, ob in den letzten 5 Jahren eine zahnärztliche Untersuchung oder eine Zahn-Vorsorgeuntersuchung gemacht wurde. Wenn diese Frage mit "nein" beantwortet wird, lehnt die Württembergische den Antrag ab.

Lassen Sie sich bei fehlenden Zähnen von Experten beraten

Grundsätzlich ist es sinnvoll, sich von Fachleuten telefonisch beraten zu lassen, wenn mehr als ein Zahn fehlt. So können Sie eventuell Beitrag sparen.

Unsere Experten prüfen für Sie auch gern, ob es für Sie von Vorteil ist, den Versicherungsschutz für Zahnersatz und Zahnbehandlung bei unterschiedlichen Versicherern abzuschließen. So können Sie Ihren Versicherungsschutz optimal an Ihre Zähne anpassen.

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