Zahnzusatzversicherung bei zwei fehlenden Zähnen: Welche Tarife versichern beide Zahnlücken?
Welche Zahnzusatzversicherung kann ich abschließen, wenn mir bereits zwei Zähne fehlen? Bei zwei fehlenden, noch nicht ersetzten Zähnen gibt es weiterhin mehrere leistungsstarke Möglichkeiten.
Entscheidend ist aber eine Frage, die häufig übersehen wird:
Sollen die beiden vorhandenen Zahnlücken nur bei der Antragstellung akzeptiert werden – oder sollen spätere Implantate beziehungsweise Brücken für genau diese beiden Lücken tatsächlich mitversichert sein?
Das ist ein großer Unterschied.
Ein Versicherer kann Sie trotz zweier Zahnlücken aufnehmen und die beiden fehlenden Zähne trotzdem vom zukünftigen Versicherungsschutz ausschließen.
Wer die beiden Zahnlücken später hochwertig versorgen lassen möchte, braucht deshalb einen Tarif, der die fehlenden Zähne ausdrücklich mitversichert.
Kurzantwort: Welche Zahnzusatzversicherung versichert zwei fehlende Zähne?
Für zwei vorhandene Zahnlücken können aktuell beispielsweise interessant sein:
- UKV ZahnPRIVAT 90 und 100,
- Concordia ZAHN SORGLOS,
- je nach individueller Konstellation weitere Tarife im Marktvergleich.
Bei UKV und Concordia können fehlende Zähne gegen Mehrbeitrag beziehungsweise Risikozuschlag mitversichert werden, sofern die jeweiligen Annahmevoraussetzungen erfüllt sind.
Was gilt überhaupt als fehlender Zahn?
In der Zahnzusatzversicherung geht es normalerweise um einen Zahn, der:
- nicht mehr vorhanden ist,
- noch nicht dauerhaft ersetzt wurde und
- theoretisch noch durch Zahnersatz versorgt werden könnte.
Nicht jede anatomisch fehlende Zahnposition zählt deshalb automatisch als „fehlender Zahn“ im Versicherungsantrag.
Unsere leistungsstarken Top-Tarife erstatten einen Großteil der Kosten für Zahnbehandlung, Zahnersatz und Prophylaxe. Überzeugen Sie sich selbst und vergleichen Sie jetzt.
Welche Zähne zählen häufig nicht als offene Zahnlücke?
Typischerweise anders behandelt werden beispielsweise:
- fehlende Weisheitszähne,
- fehlende Milchzähne,
- vollständig geschlossene Zahnlücken oder
- Zähne, die bereits dauerhaft durch festen Zahnersatz ersetzt wurden.
Entscheidend ist immer die konkrete Formulierung im Versicherungsantrag.
Warum sind zwei fehlende Zähne versicherungstechnisch wichtig?
Zwei offene Zahnlücken können ein erhebliches zukünftiges Kostenrisiko darstellen.
Wer später zwei Implantate benötigt, kann schnell mehrere Tausend Euro Behandlungskosten verursachen.
Der Versicherer kennt dieses zusätzliche Risiko bereits beim Vertragsabschluss.
Deshalb arbeiten Anbieter beispielsweise mit:
- Risikozuschlägen,
- strengeren Zahnstaffeln oder
- Leistungsausschlüssen.
Zwei Zähne akzeptiert bedeutet nicht automatisch zwei Zähne mitversichert
Das ist wahrscheinlich der wichtigste Satz dieses Artikels.
Beispiel:
Versicherer A stellt keine Gesundheitsfragen.
Sie können den Vertrag problemlos mit zwei Zahnlücken abschließen.
In den Bedingungen steht jedoch, dass bereits vor Vertragsabschluss fehlende und nicht ersetzte Zähne vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sind.
Dann erhalten Sie zwar einen Vertrag – aber die späteren Implantate für genau diese beiden Lücken werden nicht nachträglich bezahlt.
Wer vorhandene Zahnlücken versichern möchte, muss deshalb nicht nur nach „Abschluss möglich“, sondern ausdrücklich nach „fehlende Zähne mitversichert“ suchen.
UKV ZahnPRIVAT 90 und 100 bei zwei fehlenden Zähnen
Die UKV gehört zu den interessanten Anbietern, wenn bereits zwei echte Zahnlücken vorhanden sind.
Fairfekt führt aktuell für die Mitversicherung bereits fehlender Zähne folgende Zuschläge auf:
- UKV ZahnPRIVAT 90: 8,60 Euro je fehlendem Zahn,
- UKV ZahnPRIVAT 100: 10,60 Euro je fehlendem Zahn.
Bei zwei fehlenden Zähnen wären das entsprechend:
- ZahnPRIVAT 90: 17,20 Euro zusätzlicher Monatsbeitrag,
- ZahnPRIVAT 100: 21,20 Euro zusätzlicher Monatsbeitrag.
Die Zuschläge müssen natürlich gemeinsam mit dem normalen altersabhängigen Tarifbeitrag betrachtet werden.
Warum kann der UKV-Zuschlag trotzdem sinnvoll sein?
Ein zusätzlicher Monatsbeitrag klingt zunächst unattraktiv.
Er muss aber mit dem tatsächlichen finanziellen Risiko verglichen werden.
Nehmen wir zwei zukünftige Implantatversorgungen mit jeweils beispielhaft 3.500 Euro Gesamtkosten.
Dann sprechen wir über:
7.000 Euro Gesamtbehandlungskosten.
Wenn ein Tarif die vorhandenen Lücken tatsächlich mitversichert, kann ein Zuschlag langfristig wirtschaftlich deutlich sinnvoller sein als ein günstiger Tarif, der gerade für diese beiden Zähne überhaupt nicht leistet.
Concordia ZAHN SORGLOS bei zwei fehlenden Zähnen
Auch Concordia ZAHN SORGLOS gehört bei vorhandenen Zahnlücken zu den besonders interessanten Lösungen.
Der Tarif bietet grundsätzlich ein sehr hohes Leistungsniveau mit bis zu 100 Prozent für Zahnersatz und Zahnbehandlung.
Nach den aktuellen Annahmeinformationen können bis zu vier bereits fehlende, nicht ersetzte Zähne gegen Risikozuschlag mitversichert werden, sofern für deren Ersatz noch keine konkrete Behandlung angeraten wurde.
Der Risikozuschlag beträgt aktuell:
6 Euro je fehlendem Zahn und Monat.
Bei zwei Zahnlücken wären das:
12 Euro zusätzlicher Monatsbeitrag.
Warum ist Concordia bei Zahnlücken besonders interessant?
Die Kombination ist ungewöhnlich attraktiv:
- hohes Zahnersatzniveau,
- Mitversicherung mehrerer vorhandener Zahnlücken möglich,
- klarer fester Zuschlag je fehlendem Zahn und
- bis zu vier Zahnlücken grundsätzlich innerhalb dieser Annahmelogik möglich.
Dadurch bleibt Concordia auch dann noch interessant, wenn die Ausgangssituation schwieriger wird.
UKV oder Concordia bei zwei fehlenden Zähnen?
Das lässt sich nicht allein über den Zuschlag entscheiden.
Verglichen werden sollten unter anderem:
- normaler Grundbeitrag,
- Risikozuschlag,
- Zahnersatzquote,
- Zahnstaffel,
- GOZ-Regelung,
- Zahnbehandlung,
- Prophylaxe und
- langfristige Beitragsentwicklung.
Concordia kann aufgrund des vergleichsweise klaren Zuschlagsmodells sehr attraktiv sein.
UKV ZahnPRIVAT 90 und 100 gehören wiederum zu den leistungsstarken aktuellen Zahntarifen und sollten bei zwei offenen Lücken ebenfalls geprüft werden.
Was passiert, wenn der Zahnarzt die Implantate bereits empfohlen hat?
Jetzt verändert sich die Situation entscheidend.
Ist der Ersatz einer Zahnlücke bereits konkret angeraten oder geplant, handelt es sich um bereits bekannten Behandlungsbedarf.
Dann kann ein normaler Neuabschluss für genau diese Versorgung ausscheiden oder anderen Regeln unterliegen.
Deshalb sollte die Versicherbarkeit immer vor einer konkreten Implantatplanung geprüft werden.
„Ich weiß selbst, dass ich irgendwann Implantate will“ – ist das bereits angeraten?
Nicht zwingend.
Ein persönlicher Wunsch des Patienten ist etwas anderes als eine bereits vom Zahnarzt medizinisch angeratene konkrete Behandlung.
Entscheidend ist der tatsächliche zahnmedizinische Status sowie die konkrete Formulierung der Antragsfrage.
Heil- und Kostenplan liegt schon vor
Dann ist der Behandlungsbedarf sehr eindeutig dokumentiert.
Ein klassischer Neuabschluss sollte nicht mit der Erwartung erfolgen, dass genau dieser bereits geplante Zahnersatz anschließend regulär vom neuen Tarif übernommen wird.
Wie teuer können zwei Implantate werden?
Die Kosten unterscheiden sich erheblich.
Zu einer Implantatversorgung gehören nicht nur die künstlichen Zahnwurzeln.
Weitere mögliche Kostenbestandteile sind:
- Implantatkronen,
- Diagnostik,
- Chirurgie,
- Knochenaufbau,
- Material- und Laborkosten und
- privatzahnärztliche Honorare.
Deshalb können bei zwei Zahnlücken mehrere Tausend Euro Eigenrisiko bestehen.
Warum die Zahnstaffel bei zwei fehlenden Zähnen besonders wichtig ist
Auch wenn beide Lücken mitversichert sind, bedeutet das nicht, dass der Versicherer im ersten Vertragsmonat sofort beliebig hohe Rechnungen erstattet.
Anfängliche Summenbegrenzungen bleiben relevant.
Wer bereits zwei Zahnlücken besitzt, sollte deshalb die Staffel mindestens genauso sorgfältig prüfen wie den langfristigen Erstattungssatz.
Praxisfall 1: Zwei Zähne fehlen seit Jahren, nichts angeraten
Das ist die klassische Situation, in der UKV und Concordia interessant werden.
Beide Zahnlücken sollten vollständig und korrekt angegeben und die Annahmebedingungen geprüft werden.
Praxisfall 2: Zwei Zähne fehlen, eines davon soll bereits ersetzt werden
Jetzt müssen die beiden Lücken möglicherweise getrennt betrachtet werden.
Der bereits konkret geplante Zahnersatz ist anders zu bewerten als die zweite Zahnlücke, für die noch keine Behandlung angeraten wurde.
Praxisfall 3: Zwei Zähne fehlen, aber die Lücken sind geschlossen
Ist eine Lücke beispielsweise durch Zahnwanderung oder kieferorthopädischen Lückenschluss dauerhaft geschlossen und kann dort kein Zahn mehr ersetzt werden, kann die versicherungstechnische Einordnung anders ausfallen.
Im Zweifel sollte die konkrete Situation vor Antragstellung geklärt werden.
Praxisfall 4: Zwei Implantate sind bereits vorhanden
Dann handelt es sich grundsätzlich nicht um zwei offene, nicht ersetzte Zahnlücken.
Vorhandene Implantate sind bereits vorhandener Zahnersatz.
Entscheidend wird nun, ob sie intakt sind oder bereits ein konkreter Behandlungsbedarf besteht.
Checkliste bei zwei fehlenden Zähnen
- Sind wirklich zwei offene, ersetzbare Zahnlücken vorhanden?
- Ist bereits Zahnersatz angeraten?
- Werden beide Zahnlücken tatsächlich mitversichert?
- Wie hoch ist der Risikozuschlag?
- Wie hoch ist die Zahnstaffel?
- Wie werden Implantate und Knochenaufbau versichert?
- Wie sieht der langfristige Gesamtbeitrag aus?
FAQ: Zahnzusatzversicherung bei zwei fehlenden Zähnen
Kann ich mit zwei fehlenden Zähnen eine Zahnzusatzversicherung abschließen?
Ja. Es gibt mehrere Anbieter, die einen Abschluss trotz zweier offener Zahnlücken ermöglichen.
Werden die zwei fehlenden Zähne auch wirklich mitversichert?
Nicht bei jedem Tarif. Manche Versicherer akzeptieren den Antrag, schließen die vorhandenen Zahnlücken aber vom späteren Zahnersatz aus. Deshalb muss ausdrücklich die Mitversicherung geprüft werden.
Welche Anbieter versichern zwei fehlende Zähne?
UKV ZahnPRIVAT und Concordia ZAHN SORGLOS gehören zu den interessanten aktuellen Möglichkeiten, sofern noch keine entsprechende Behandlung angeraten wurde und die übrigen Voraussetzungen erfüllt sind.
Wie hoch ist der Zuschlag bei Concordia?
Nach aktuellen Marktinformationen beträgt er 6 Euro je fehlendem, nicht ersetztem Zahn und Monat.
Wie hoch ist der Zuschlag bei UKV?
Fairfekt führt aktuell 8,60 Euro je fehlendem Zahn für ZahnPRIVAT 90 und 10,60 Euro je fehlendem Zahn für ZahnPRIVAT 100 auf.
Kann ich abschließen, wenn bereits ein Implantat geplant ist?
Eine bereits vor Vertragsbeginn konkret angeratene Versorgung ist ein bereits bekannter Behandlungsfall und muss gesondert betrachtet werden.
Fazit: Mit zwei fehlenden Zähnen gibt es noch sehr gute Lösungen
Zwei Zahnlücken bedeuten keineswegs, dass nur noch schwache Zahnzusatzversicherungen verfügbar sind.
UKV ZahnPRIVAT und Concordia ZAHN SORGLOS gehören zu den interessanten Tarifen, bei denen vorhandene Zahnlücken gegen entsprechende Zuschläge mitversichert werden können.
Concordia ist aufgrund des klaren Zuschlags von 6 Euro je fehlendem Zahn besonders interessant. UKV bietet mit ZahnPRIVAT 90 und 100 zwei leistungsstarke Erstattungsstufen.
Entscheidend bleibt jedoch der Zeitpunkt:
Solange der Ersatz der Zahnlücken noch nicht konkret angeraten wurde, bestehen wesentlich bessere Möglichkeiten als nach Erstellung eines Heil- und Kostenplans.
...oder für später einen Beratungstermin buchen!
Fragen zur News?
Haben Sie Fragen oder Anmerkungen zum Artikel? Nehmen Sie gern Kontakt mit uns auf. Unsere Experten freuen sich auf Sie und unterstützen Sie gern.
Zurück zu den Neuigkeiten rund um Zahnzusatzversicherungen
...oder für später einen Beratungstermin buchen!
Zurück zur Startseite: Vergleichsportal für Zahnzusatzversicherungen.