UKV ZahnPRIVAT 90 im Test: 90 % Zahnersatz, PZR & 5.000 € KFO
UKV ZahnPRIVAT 90 ist aus unserer Sicht der interessanteste Preis-Leistungs-Tarif innerhalb der aktuellen ZahnPRIVAT-Serie. Für Versicherte zwischen 20 und 29 Jahren kostet er aktuell 16,94 Euro monatlich und übernimmt grundsätzlich 90 Prozent der erstattungsfähigen Gesamtkosten für Zahnbehandlung und hochwertigen Zahnersatz.
Implantate, Inlays, Kronen, Brücken, Veneers, Knochenaufbau, Wurzel- und Parodontalbehandlungen gehören zum Versicherungsschutz.
Besonders interessant: Professionelle Zahnreinigung und Prophylaxe haben keine feste jährliche Euro-Obergrenze. Zusätzlich stehen bis zu 180 Euro für Bleaching innerhalb von zwei Kalenderjahren und bis zu 5.000 Euro für Kieferorthopädie zur Verfügung.
Auch bis zu drei bereits fehlende Zähne können gegen Beitragszuschlag mitversichert werden, sofern deren Ersatz bei Antragstellung noch nicht angeraten oder beabsichtigt ist.
Damit bietet ZahnPRIVAT 90 einige Leistungsmerkmale, die man selbst bei deutlich teureren Zahntarifen nicht immer findet.
UKV ZahnPRIVAT 90 kurz zusammengefasst
Die Kurzfassung: ZahnPRIVAT 90 übernimmt grundsätzlich 90 Prozent der erstattungsfähigen Gesamtkosten für hochwertigen Zahnersatz und Zahnbehandlung.
Implantate, Knochenaufbau, Inlays, Veneers, Kronen und Brücken gehören zum Leistungsumfang.
Zahnprophylaxe einschließlich professioneller Zahnreinigung wird zu 90 Prozent ohne feste jährliche Euro-Obergrenze erstattet.
Für Bleaching stehen 90 Prozent bis insgesamt 180 Euro innerhalb von zwei Kalenderjahren zur Verfügung.
Kieferorthopädie für Kinder und Jugendliche wird zu 90 Prozent bis maximal 5.000 Euro während der Vertragslaufzeit abgesichert.
Auch bei Erwachsenen kann unter bestimmten Voraussetzungen KFO-Schutz bis 5.000 Euro bestehen.
Eine klassische Wartezeit gibt es nicht.
Union Krankenversicherung oder Versicherungskammer Bayern?
Bei diesem Tarif tauchen im Internet unterschiedliche Namen auf. Deshalb ist eine klare Einordnung sinnvoll.
Der Versicherer des ZahnPRIVAT 90 ist die Union Krankenversicherung AG – kurz UKV.
Die UKV gehört zum Konzern Versicherungskammer. Deshalb werden ihre Produkte teilweise auch im Umfeld der Versicherungskammer beziehungsweise der Versicherungskammer Bayern angeboten.
Die Bezeichnungen beschreiben also einen gemeinsamen Konzernverbund, sind rechtlich aber nicht vollständig identisch.
Wie groß ist die UKV?
Gemeinsam mit der Bayerischen Beamtenkrankenkasse bildet die UKV nach eigener Darstellung gemessen an der Versichertenzahl die drittgrößte private Krankenversicherungsgruppe Deutschlands.
Die UKV gehört außerdem zum Konzern Versicherungskammer, dem größten öffentlichen Versicherer Deutschlands.
Unsere Einschätzung: Für einen langfristigen Zahnzusatzvertrag steht damit ein großer und etablierter Krankenversicherer hinter dem Tarif.
Unsere leistungsstarken Top-Tarife erstatten einen Großteil der Kosten für Zahnbehandlung, Zahnersatz und Prophylaxe. Überzeugen Sie sich selbst und vergleichen Sie jetzt.
90 Prozent für hochwertigen Zahnersatz
ZahnPRIVAT 90 erstattet grundsätzlich 90 Prozent der erstattungsfähigen Gesamtkosten für hochwertigen Zahnersatz.
Dazu zählen beispielsweise:
- Implantate
- Kronen
- Brücken
- Prothesen
- Inlays und Onlays
- Veneers
- Knochenaufbau im Rahmen einer Implantatversorgung
- Reparaturen von Zahnersatz
- funktionsanalytische und funktionstherapeutische Leistungen
- Material- und Laborkosten im tariflichen Rahmen
Der gewählte Prozentsatz enthält dabei die Vorleistung der gesetzlichen Krankenversicherung.
Wie funktioniert die 90-Prozent-Erstattung?
Die UKV berechnet zunächst 90 Prozent des erstattungsfähigen Rechnungsbetrages. Davon wird die tatsächliche Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung abgezogen.
Zusammen sollen GKV und ZahnPRIVAT 90 damit grundsätzlich 90 Prozent der erstattungsfähigen Gesamtkosten erreichen.
Offizielles UKV-Beispiel: zwei Implantate
Die UKV selbst nennt ein sehr anschauliches Beispiel.
Bei zwei Implantaten mit Gesamtkosten von 3.700 Euro und einer GKV-Leistung von 900 Euro entsprechen 90 Prozent der Gesamtkosten 3.330 Euro.
Nach Abzug der 900 Euro GKV-Leistung zahlt die UKV in diesem Beispiel 2.430 Euro.
Zusammen werden damit 3.330 Euro übernommen und beim Versicherten verbleiben 370 Euro Eigenanteil.
Ohne Zahnzusatzversicherung wären es in diesem Beispiel 2.800 Euro.
Ist 90 Prozent Zahnersatz ausreichend?
Für viele Versicherte halten wir 90 Prozent für einen sehr guten Kompromiss.
Eine Zahnzusatzversicherung muss nicht zwingend jeden denkbaren Eigenanteil beseitigen.
Wer einen Eigenanteil von beispielsweise 300 oder 500 Euro problemlos aus Rücklagen tragen kann, kann bewusst zehn Prozent des Risikos selbst übernehmen und dafür dauerhaft Beitrag sparen.
Wer dagegen möglichst jede tarifgemäß erstattungsfähige Rechnung vollständig absichern möchte, sollte ZahnPRIVAT 100 wählen.
Implantate im ZahnPRIVAT 90
Implantate werden grundsätzlich bis zum 90-Prozent-Niveau abgesichert.
Das gilt nicht nur für die künstliche Zahnwurzel und den darauf befestigten Zahnersatz.
Auch medizinisch notwendige vorbereitende Maßnahmen im Rahmen der Implantatversorgung können zum Leistungsumfang gehören.
Knochenaufbau
Knochenaufbau im Rahmen einer Implantatversorgung ist versichert.
Das ist bei einer hochwertigen Zahnzusatzversicherung wichtig, weil vor einer Implantation zunächst genügend Knochensubstanz vorhanden sein muss.
Ist dies nicht der Fall, können zusätzliche chirurgische Maßnahmen notwendig werden.
ZahnPRIVAT 90 berücksichtigt damit nicht nur das eigentliche Implantat, sondern auch einen wichtigen Teil der vorbereitenden Implantologie.
Inlays und Onlays
Hochwertige Inlays und Onlays werden ebenfalls grundsätzlich zu 90 Prozent abgesichert.
Bei einer vollständig erstattungsfähigen Versorgung über beispielsweise 1.000 Euro verbleiben damit vereinfacht rund 100 Euro Eigenanteil.
Veneers
Auch Veneers gehören zum Leistungsumfang des Zahnersatzbereichs.
Eine medizinisch beziehungsweise tariflich erstattungsfähige Versorgung ist dabei von rein kosmetischen Maßnahmen zu unterscheiden.
Zahnbehandlung zu 90 Prozent
ZahnPRIVAT 90 beschränkt sich nicht auf Zahnersatz.
Auch Zahnbehandlungen werden grundsätzlich zu 90 Prozent abgesichert.
Dazu gehören beispielsweise:
- hochwertige Kunststofffüllungen
- Wurzelkanalbehandlungen
- Parodontalbehandlungen
- Aufbissbehelfe und Schienen im tariflichen Rahmen
Ist 90 Prozent Zahnbehandlung ein Nachteil?
Gegenüber einem 100-Prozent-Tarif verbleibt formal ein Eigenanteil von zehn Prozent.
Bei gewöhnlichen Zahnbehandlungen ist der absolute Unterschied allerdings häufig überschaubarer als bei einer großen Implantatversorgung.
Bei 500 Euro erstattungsfähigen Gesamtkosten entsprechen zehn Prozent beispielsweise 50 Euro.
Wer kleinere Eigenanteile selbst tragen kann, erhält dafür einen niedrigeren Monatsbeitrag.
Wurzelbehandlung
Wurzelbehandlungen gehören zum versicherten Zahnerhalt.
ZahnPRIVAT 90 kann insbesondere dann interessant sein, wenn bei einer modernen Wurzelkanalbehandlung private Mehrkosten entstehen oder die gesetzliche Krankenversicherung nicht sämtliche Behandlungsschritte übernimmt.
Parodontitisbehandlung
Auch Parodontalbehandlungen werden grundsätzlich zum 90-Prozent-Niveau abgesichert.
Bereits bestehende Diagnosen sind allerdings für die Antragstellung relevant.
Die UKV fragt ausdrücklich danach, ob innerhalb der vergangenen zwei Jahre eine Parodontose beziehungsweise Parodontitis zahnärztlich festgestellt wurde.
Professionelle Zahnreinigung ohne feste Euro-Obergrenze
Eine der interessantesten Leistungen des ZahnPRIVAT 90 ist die Prophylaxe.
Professionelle Zahnreinigung wird zu 90 Prozent erstattet, ohne dass eine feste jährliche Euro-Obergrenze vorgesehen ist.
Das unterscheidet ZahnPRIVAT 90 von vielen Tarifen, die beispielsweise maximal 100, 150 oder 200 Euro pro Jahr für PZR zur Verfügung stellen.
Zum Prophylaxebereich gehören unter anderem:
- professionelle Zahnreinigung
- Fissurenversiegelung
- Fluoridierung
- Mundhygienestatus
Beispiel: zwei PZR im Jahr
Kosten zwei professionelle Zahnreinigungen beispielsweise jeweils 120 Euro, entstehen 240 Euro Gesamtkosten.
Bei vollständiger tariflicher Erstattungsfähigkeit entsprechen 90 Prozent davon 216 Euro.
Ein Tarif mit einem starren 150-Euro-PZR-Budget wäre in diesem Beispiel bereits ausgeschöpft.
ZahnPRIVAT 90 besitzt diese feste Euro-Grenze nicht.
Bleaching bis 180 Euro
Auch Zahnaufhellung ist im ZahnPRIVAT 90 versichert.
Die UKV übernimmt 90 Prozent bis insgesamt 180 Euro innerhalb von zwei Kalenderjahren.
Die Behandlung muss in einer Zahnarztpraxis stattfinden oder zahnärztlich begleitet werden.
Bleaching ist für uns zwar kein entscheidendes Qualitätsmerkmal einer Zahnversicherung. Als Zusatzleistung ohne Verzicht auf die wichtigen medizinischen Leistungsbereiche ist es aber willkommen.
Angst- und Schmerzausschaltung
Besondere Maßnahmen zur Angst- und Schmerzausschaltung werden ebenfalls zum 90-Prozent-Niveau berücksichtigt.
Dazu können beispielsweise gehören:
- Dämmerschlaf
- Vollnarkose
- Lachgas-Sedierung
- Hypnose
- Akupunktur
Gerade für Menschen mit ausgeprägter Zahnarztangst kann diese Leistung praktisch wichtiger sein als ein kosmetisches Zusatzbudget.
Kieferorthopädie: 90 Prozent bis 5.000 Euro
ZahnPRIVAT 90 bietet bereits dieselbe maximale KFO-Summe wie der 100-Prozent-Tarif.
Bei Kindern und Jugendlichen werden grundsätzlich 90 Prozent bis insgesamt 5.000 Euro während der Vertragslaufzeit abgesichert.
Das gilt sowohl bei KIG 1 und 2 ohne reguläre Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung als auch für erstattungsfähige private Kosten bei KIG 3 bis 5.
Versichert sein können beispielsweise:
- Mini-Brackets
- Keramik- und Kunststoffbrackets
- Invisalign beziehungsweise andere transparente Aligner
- farblose Bögen
- Lingualtechnik
- festsitzende Retainer
Ist ZahnPRIVAT 90 für Kinder interessant?
Aus unserer Sicht ja.
Das maximale KFO-Budget beträgt bereits 5.000 Euro und ist damit genauso hoch wie im ZahnPRIVAT 100.
Der Unterschied liegt hauptsächlich im Erstattungssatz von 90 statt 100 Prozent.
Eltern, die einen möglichen zehnprozentigen Eigenanteil selbst tragen können, erhalten damit einen sehr leistungsstarken KFO-Schutz zu einem niedrigeren Beitrag.
Kieferorthopädie bei Erwachsenen
Auch für Erwachsene kann Versicherungsschutz bestehen.
Voraussetzung ist insbesondere ein Unfall oder eine Erkrankung, bei der auch die gesetzliche Krankenversicherung KFO-Leistungen erbringt.
Dann sind grundsätzlich 90 Prozent bis maximal 5.000 Euro während der Vertragslaufzeit versichert.
Keine Wartezeit
ZahnPRIVAT 90 verzichtet vollständig auf eine klassische Wartezeit.
Für nach Vertragsabschluss eintretende Versicherungsfälle können damit grundsätzlich unmittelbar Leistungen beansprucht werden.
Bereits vor Abschluss angeratene oder begonnene Behandlungen sind davon ausdrücklich zu unterscheiden.
Zahnstaffel des ZahnPRIVAT 90
- 1. Kalenderjahr: maximal 1.000 Euro
- 1. bis 2. Kalenderjahr: insgesamt maximal 3.000 Euro
- 1. bis 3. Kalenderjahr: insgesamt maximal 6.000 Euro
- ab dem 4. Kalenderjahr: keine entsprechende allgemeine Anfangsbegrenzung mehr
Bemerkenswert ist, dass ZahnPRIVAT 90 dieselbe Anfangsstaffel besitzt wie ZahnPRIVAT 100.
Wie bewerten wir 1.000 / 3.000 / 6.000 Euro?
1.000 Euro im ersten Kalenderjahr sind bei einem großen Zahnersatzfall schnell ausgeschöpft.
Danach entwickelt sich die Staffel allerdings vergleichsweise kräftig.
Bereits innerhalb der ersten beiden Kalenderjahre stehen insgesamt bis zu 3.000 Euro und innerhalb der ersten drei bis zu 6.000 Euro zur Verfügung.
Ab dem vierten Kalenderjahr entfällt die allgemeine Anfangsbegrenzung.
Für einen langfristigen Vertrag halten wir diese Staffel deshalb für ordentlich.
Bis zu drei fehlende Zähne mitversicherbar
Ein besonders interessanter Punkt betrifft bereits bestehende Zahnlücken.
Bis zu drei fehlende Zähne können im ZahnPRIVAT 90 gegen Beitragszuschlag mitversichert werden.
Voraussetzung ist, dass der Ersatz dieser Zähne noch nicht angeraten oder beabsichtigt ist.
Damit unterscheidet sich die UKV deutlich von Versicherern, die zwar einen Antrag trotz Zahnlücke annehmen, genau diesen fehlenden Zahn aber dauerhaft vom Versicherungsschutz ausschließen.
Was kostet ein fehlender Zahn?
Nach den aktuellen Annahmerichtlinien beträgt der Zuschlag im ZahnPRIVAT 90 9,00 Euro pro fehlendem Zahn und Monat.
Das ist ein erheblicher Aufpreis, insbesondere bei zwei oder drei fehlenden Zähnen.
Andererseits kann die spätere Versorgung eines fehlenden Zahnes mit einem Implantat mehrere Tausend Euro kosten.
Ob der Zuschlag wirtschaftlich sinnvoll ist, sollte deshalb individuell gerechnet werden.
Beispiel mit einem fehlenden Zahn
Ein 25-Jähriger zahlt regulär 16,94 Euro monatlich.
Bei einem mitversicherten fehlenden Zahn erhöht sich der Beitrag nach der aktuellen Zuschlagsregelung um 9 Euro auf insgesamt 25,94 Euro monatlich.
Dafür bleibt die zukünftige Versorgung dieses Zahns grundsätzlich im Versicherungsschutz, sofern sie bei Antragstellung noch nicht angeraten oder beabsichtigt war und die übrigen Voraussetzungen erfüllt sind.
Das ist ein wesentlich anderer Schutz als ein bloßer Vertragsabschluss unter dauerhaftem Ausschluss der bestehenden Zahnlücke.
Welche Gesundheitsfragen gibt es?
Die UKV fragt insbesondere:
- nach fehlenden und noch nicht ersetzten Zähnen,
- nach aktuell laufenden Zahnbehandlungen oder Zahnersatzmaßnahmen,
- nach entsprechenden zahnärztlichen Empfehlungen innerhalb der vergangenen zwei Jahre,
- nach festgestellter Parodontose beziehungsweise Parodontitis innerhalb der vergangenen zwei Jahre.
Bei ZahnPRIVAT 90 kommt für junge Antragsteller zusätzlich die Frage nach einer laufenden, notwendigen, angeratenen oder beabsichtigten kieferorthopädischen Behandlung hinzu.
Angeratene Behandlung
Eine bereits vor Vertragsabschluss angeratene Behandlung lässt sich nicht rückwirkend absichern.
Das gilt auch dann, wenn der eigentliche Behandlungstermin erst nach Versicherungsbeginn stattfindet.
Entscheidend ist deshalb nicht nur der Beginn der Behandlung, sondern auch, wann der konkrete Behandlungsbedarf festgestellt beziehungsweise angeraten wurde.
Privatzahnarzt ohne fiktiven GKV-Abzug
Eine der aus unserer Sicht stärksten Detailregelungen betrifft reine Privatzahnärzte.
Nach der aktuellen Tarifübersicht erfolgt die Erstattung auch bei Zahnärzten ohne Kassenzulassung in tariflicher Höhe, ohne pauschalen Abzug eines fiktiven GKV-Anteils.
Das ist keineswegs bei jeder Zahnzusatzversicherung selbstverständlich.
Einige Tarife rechnen bei einem reinen Privatzahnarzt beispielsweise 30 oder 35 Prozent als hypothetische GKV-Leistung an, obwohl die Krankenkasse tatsächlich nichts bezahlt hat.
Eine solche pauschale Kürzung ist im aktuellen UKV-Vergleich für ZahnPRIVAT 90 nicht vorgesehen.
Für wen ist das besonders wichtig?
Für den typischen gesetzlich Versicherten, der einen normalen Vertragszahnarzt besucht, spielt die Regelung möglicherweise jahrelang keine Rolle.
Wer dagegen bewusst Spezialisten oder reine Privatpraxen ohne Kassenzulassung nutzen möchte, kann davon erheblich profitieren.
Wir halten diese Klausel deshalb für einen echten Qualitätsunterschied – auch wenn sie nicht für jeden Kunden gleich relevant ist.
Kein Bonusheft erforderlich
Die UKV verlangt für die tarifliche ZahnPRIVAT-Leistung kein lückenlos geführtes GKV-Bonusheft.
Auch fehlende Prophylaxenachweise führen damit nicht automatisch zu einer Kürzung des vertraglich vereinbarten Erstattungssatzes.
Ein Bonusheft bleibt trotzdem sinnvoll, weil es den Festzuschuss der gesetzlichen Krankenversicherung erhöhen kann.
Heil- und Kostenplan vorher einreichen?
Die vorherige Einreichung eines Heil- und Kostenplans ist keine generelle Voraussetzung für eine Erstattung.
Bei größeren Behandlungen empfehlen wir sie dennoch.
Wer beispielsweise zwei Implantate für 7.000 oder 8.000 Euro plant, sollte möglichst vor Beginn eine konkrete Leistungszusage einholen.
So lässt sich der verbleibende Eigenanteil wesentlich zuverlässiger kalkulieren.
Beiträge des UKV ZahnPRIVAT 90
- 0 bis 19 Jahre: 17,16 Euro monatlich
- 20 bis 29 Jahre: 16,94 Euro
- 30 bis 39 Jahre: 22,77 Euro
- 40 bis 49 Jahre: 34,46 Euro
- 50 bis 59 Jahre: 45,89 Euro
- ab 60 Jahre: 66,91 Euro
Auch ZahnPRIVAT 90 wird ohne Alterungsrückstellungen kalkuliert.
Der Beitrag richtet sich deshalb nach der jeweiligen Altersgruppe und kann beim Erreichen einer neuen Altersstufe steigen.
Preis-Leistungs-Verhältnis des ZahnPRIVAT 90
Für einen Versicherten zwischen 20 und 29 Jahren beträgt der Jahresbeitrag 203,28 Euro.
Dafür erhält er 90 Prozent Zahnersatz und Zahnbehandlung, Prophylaxe ohne feste jährliche Euro-Grenze, Bleaching bis 180 Euro in zwei Kalenderjahren und bis zu 5.000 Euro KFO.
Hinzu kommen die starke Privatzahnarztregelung und die Möglichkeit, fehlende Zähne gegen Zuschlag einzuschließen.
Aus unserer Sicht ergibt das ein sehr interessantes Preis-Leistungs-Paket.
ZahnPRIVAT 90 oder ZahnPRIVAT 100?
Zwischen 20 und 29 Jahren kostet ZahnPRIVAT 100 aktuell 4,61 Euro mehr pro Monat.
Das sind 55,32 Euro jährlich.
Der wesentliche Unterschied liegt in den zehn zusätzlichen Prozentpunkten:
- Zahnersatz: 90 statt 100 Prozent
- Zahnbehandlung: 90 statt 100 Prozent
- PZR: 90 statt 100 Prozent
- Schmerzausschaltung: 90 statt 100 Prozent
- KFO: 90 statt 100 Prozent
- Bleaching: bis 180 statt bis 200 Euro
Die Zahnstaffel ist dagegen identisch.
Auch die maximale KFO-Summe beträgt bei beiden Tarifen 5.000 Euro.
Wann würden wir ZahnPRIVAT 90 wählen?
Wer zehn Prozent Eigenanteil problemlos selbst tragen kann, erhält im 90er bereits einen sehr umfassenden Schutz.
Besonders interessant ist, dass wichtige strukturelle Leistungen nicht wesentlich abgespeckt wurden: PZR bleibt ohne feste Euro-Grenze, das KFO-Maximum bleibt bei 5.000 Euro und die Zahnstaffel ist identisch zum 100er.
Dadurch wirkt ZahnPRIVAT 90 nicht wie ein stark abgespeckter Mittelklassetarif, sondern eher wie der Premiumtarif mit zehn Prozent Selbstbeteiligung.
Genau deshalb gefällt uns das Konzept.
Was gefällt uns besonders?
- 90 Prozent Zahnersatz
- 90 Prozent Zahnbehandlung
- Implantate und Knochenaufbau
- Inlays und Onlays
- Veneers
- PZR ohne feste jährliche Euro-Obergrenze
- Bleaching bis 180 Euro in zwei Kalenderjahren
- KFO bis 5.000 Euro
- keine Wartezeit
- 1.000 / 3.000 / 6.000 Euro Zahnstaffel
- kein Bonusheft erforderlich
- Privatzahnarzt ohne pauschalen fiktiven GKV-Abzug
- bis zu drei fehlende Zähne gegen Zuschlag mitversicherbar
Welche Nachteile sollte man kennen?
Bei einer großen Zahnersatzrechnung bleiben grundsätzlich zehn Prozent Eigenanteil.
Bei 5.000 Euro erstattungsfähigen Gesamtkosten sind das 500 Euro, bei 10.000 Euro entsprechend 1.000 Euro.
Der Tarif bildet keine Alterungsrückstellungen. Dadurch steigen die Beiträge mit den vorgesehenen Altersstufen.
Bei bereits fehlenden Zähnen kann der Zuschlag von 9 Euro je Zahn den Beitrag erheblich erhöhen.
Und auch bei ZahnPRIVAT 90 kann bereits bekannter oder angeratener Behandlungsbedarf nicht nachträglich versichert werden.
Für wen eignet sich UKV ZahnPRIVAT 90?
Wir sehen den Tarif besonders bei Kunden, die einen sehr hohen Versicherungsschutz möchten, aber nicht zwingend jeden letzten Euro Eigenanteil absichern müssen.
Auch für Familien mit Kindern ist die KFO-Leistung von bis zu 5.000 Euro interessant.
Wer regelmäßig professionelle Zahnreinigungen nutzt, profitiert von der fehlenden starren Euro-Grenze.
Menschen mit bis zu drei vorhandenen Zahnlücken sollten den Tarif ebenfalls genauer prüfen, weil die fehlenden Zähne unter den genannten Voraussetzungen gegen Zuschlag tatsächlich mitversichert werden können.
Und wer reine Privatzahnärzte nutzt, findet hier eine im Marktvergleich interessante Regelung.
Unser Fazit zum UKV ZahnPRIVAT 90
UKV ZahnPRIVAT 90 ist aus unserer Sicht ein ausgesprochen starker 90-Prozent-Tarif.
Besonders gefällt uns, dass gegenüber dem 100er nicht überall harte Leistungslimits eingebaut wurden.
Die PZR bleibt ohne feste jährliche Euro-Grenze, die Zahnstaffel bleibt bei 1.000 / 3.000 / 6.000 Euro und für Kieferorthopädie stehen ebenfalls bis zu 5.000 Euro zur Verfügung.
Der Versicherte übernimmt im Wesentlichen bewusst zehn Prozent der erstattungsfähigen Kosten selbst und spart dafür dauerhaft Beitrag.
Die Möglichkeit zur Mitversicherung fehlender Zähne und die Privatzahnarztregelung machen den Tarif zusätzlich interessant.
Unsere Preis-Leistungs-Bewertung: sehr gut – und innerhalb der UKV-Serie für Kunden mit eigenen Rücklagen möglicherweise der interessanteste Tarif.
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