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uniVersa uni-dent Top 100: neue 100%-Zahnzusatzversicherung 2026 im Check

vom 13.08.2026

Die uniVersa hat ihre Zahnzusatzversicherung 2026 grundlegend erneuert. Mit uni-dent|Top 100 gibt es seit Februar 2026 einen neuen leistungsstarken 100-Prozent-Tarif, der hochwertigen Zahnersatz, Zahnbehandlung, Inlays und zahlreiche moderne Behandlungsmethoden absichert – und das ohne Gesundheitsfragen.

Der neue Tarif ist die leistungsstärkste Variante der Produktfamilie uni-dent|Top 75, uni-dent|Top 90 und uni-dent|Top 100. Besonders interessant ist die Kombination aus 100 Prozent für hochwertigen Zahnersatz, 100 Prozent Zahnbehandlung, bis zu 250 Euro jährlich für professionelle Zahnreinigung und Zahnprophylaxe sowie kieferorthopädischen Leistungen von bis zu 3.000 Euro.

Doch ein 100-Prozent-Tarif ist nicht automatisch in jedem Detail perfekt. Wir haben uns deshalb die Bedingungen genauer angesehen und zeigen neben den Tarifhighlights auch Grenzen, Beitragsentwicklung und das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Neue uniVersa Zahnzusatzversicherung seit Februar 2026

Die Produktgeneration uni-dent|Top gilt für Versicherungsbeginne ab dem 1. Februar 2026. Sie löst die bisherige Zahnproduktwelt der uniVersa ab.

Die vorherigen uniVersa-dentPrivat-Tarife waren über viele Jahre am Markt. Nach rund 16 Jahren hat der Versicherer die Zahnzusatzversicherung nun deutlich modernisiert und auf drei klar voneinander abgegrenzte Leistungsstufen umgestellt.

  • uni-dent|Top 75: 75 Prozent für hochwertigen Zahnersatz
  • uni-dent|Top 90: 90 Prozent für hochwertigen Zahnersatz
  • uni-dent|Top 100: 100 Prozent für hochwertigen Zahnersatz

Die Zahl im Tarifnamen beschreibt jedoch nur einen Teil des Unterschieds. Zahnbehandlungen und Inlays werden beispielsweise in allen drei Varianten zu 100 Prozent erstattet. Unterschiede gibt es dagegen unter anderem bei Zahnersatz, Kieferorthopädie, Schienen, Schmerzlinderung, Prophylaxe und der Zahnstaffel.

Wer ist die uniVersa?

Die uniVersa ist im deutschen Krankenversicherungsmarkt ein traditionsreicher Anbieter. Die Wurzeln der heutigen uniVersa Krankenversicherung reichen bis zum Jahr 1843 zurück. Damit gilt sie als älteste private Krankenversicherung Deutschlands.

Entstanden ist das Unternehmen aus einem von Nürnberger Tabakfabrikarbeitern gegründeten Krankenunterstützungsverein. Aus diesem Ursprung entwickelte sich über viele Jahrzehnte die heutige uniVersa Krankenversicherung a.G. mit Sitz in Nürnberg.

Bemerkenswert ist auch die Unternehmensform: Die uniVersa Krankenversicherung ist ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit. Damit gibt es bei der Krankenversicherung keine externen Aktionäre, an die Gewinne ausgeschüttet werden müssen. Die Versicherten sind zugleich Mitglieder des Versicherungsvereins.

Wie solide ist die uniVersa?

Auch die Unternehmenskennzahlen sprechen für einen etablierten Versicherer. Die uniVersa-Gruppe erzielte 2025 gebuchte Bruttobeiträge von mehr als einer Milliarde Euro. Die Kapitalanlagen der Gruppe lagen bei rund 8,46 Milliarden Euro.

Gerade für Krankenversicherungen ist außerdem die Solvabilität interessant. Für die uniVersa Krankenversicherung wurde zuletzt eine sehr hohe Bedeckung der aufsichtsrechtlichen Solvenzanforderungen ausgewiesen.

Unsere Einordnung: Die uniVersa gehört nicht zu den volumenmäßig größten Versicherungskonzernen Deutschlands. Ihre sehr lange Spezialisierung auf Krankenversicherung, die VVaG-Struktur und die ausgewiesene Kapitalausstattung sind aus unserer Sicht jedoch Pluspunkte bei der Beurteilung des Versicherers.

Leistungsstarke Zahnzusatzversicherungen

Unsere leistungsstarken Top-Tarife erstatten einen Großteil der Kosten für Zahnbehandlung, Zahnersatz und Prophylaxe. Überzeugen Sie sich selbst und vergleichen Sie jetzt.

Mir ist besonders wichtig:

100 Prozent für hochwertigen Zahnersatz

Das zentrale Leistungsmerkmal des uni-dent|Top 100 ist die Erstattung von 100 Prozent der erstattungsfähigen Kosten für hochwertigen Zahnersatz einschließlich einer anrechenbaren Vorleistung der gesetzlichen Krankenversicherung oder Heilfürsorge.

Der Versicherungsumfang geht dabei deutlich über einfache Kronen oder Brücken hinaus.

Zu den tariflich genannten Zahnersatzleistungen gehören unter anderem:

  • Kronen und Teilkronen
  • Teleskopkronen
  • Brücken
  • Stiftzähne
  • Voll- und Teilprothesen
  • Reparaturen von Zahnersatz
  • Implantate
  • implantatgetragener Zahnersatz und Suprakonstruktionen
  • Knochenaufbau mit natürlichem oder künstlichem Knochenmaterial
  • Sinuslift
  • Knochenspreizung und Knochenverlängerung
  • Onlays und Overlays
  • Keramikkronen einschließlich CEREC-Verfahren
  • medizinisch notwendige Veneers
  • Kunststoff- und Keramikverblendungen für alle Zähne

Gerade die fehlende Beschränkung von Verblendungen auf bestimmte sichtbare Zähne ist ein Detail, auf das man bei einem Vergleich verschiedener Zahnzusatzversicherungen achten sollte.

Implantate und Knochenaufbau umfassend berücksichtigt

Bei Implantatversorgungen entstehen häufig nicht nur Kosten für Implantat und Krone. Ist das vorhandene Knochenangebot nicht ausreichend, können vorbereitende chirurgische Maßnahmen erforderlich werden.

uni-dent|Top 100 nennt ausdrücklich auch augmentative Maßnahmen wie Knochenaufbau, Sinuslift, Knochenspreizung und Knochenverlängerung. Das ist fachlich wichtig, weil diese Positionen einen erheblichen Anteil einer umfangreichen Implantatbehandlung ausmachen können.

Beispiel Implantat und Krone

Die uniVersa zeigt selbst ein Rechenbeispiel mit Gesamtkosten von 3.330,04 Euro. Bei einer angenommenen GKV-Leistung von 675,72 Euro verbleiben ohne Zusatzversicherung 2.654,32 Euro beim Patienten.

Im Beispiel übernimmt uni-dent|Top 100 diese verbleibenden 2.654,32 Euro vollständig. Der Eigenanteil sinkt damit auf null Euro – vorausgesetzt, die Rechnung ist tariflich vollständig erstattungsfähig und die anfänglichen Leistungshöchstbeträge stehen noch ausreichend zur Verfügung.

Inlays in allen drei Tarifen zu 100 Prozent

Eine Besonderheit der neuen Produktfamilie ist, dass hochwertige Inlays nicht entsprechend der Tarifstufe mit 75, 90 oder 100 Prozent erstattet werden.

Inlays werden auch in uni-dent|Top 75 und uni-dent|Top 90 grundsätzlich zu 100 Prozent erstattet.

Das gilt beispielsweise für Einlagefüllungen aus Metall, Kunststoff oder Keramik. Auch im CEREC-Verfahren hergestellte Inlays können zum Versicherungsschutz gehören.

Für Kunden, die vor allem hochwertige Zahnerhaltung wünschen, relativiert dieser Punkt den Abstand zwischen den drei Tarifstufen.

100 Prozent Zahnbehandlung

Auch bei Zahnbehandlungen leistet uni-dent|Top 100 grundsätzlich zu 100 Prozent. Interessant ist, dass diese Leistung ebenfalls in allen drei Tarifstufen identisch ist.

Zum Leistungsumfang gehören unter anderem:

Die ausdrücklich genannten modernen Verfahren sind aus unserer Sicht eines der stärkeren Produktmerkmale der neuen uniVersa-Generation.

Moderne Zahnmedizin: ICON, PerioChip, Laser, DVT und CEREC

Versicherungsbedingungen können gerade bei neueren Behandlungsverfahren entscheidend sein. uniVersa nennt mehrere moderne Verfahren bereits konkret in den Bedingungen.

Dazu gehören beispielsweise die mikroinvasive Kariesinfiltration nach dem ICON-Verfahren, Parodontitisbehandlungen mittels PerioChip, Laserbehandlungen, digitale Volumentomographie, CEREC sowie spezielle Schienentherapien.

Das reduziert Interpretationsspielraum und ist aus unserer Sicht tariflich attraktiver, als wenn Bedingungen nur allgemein von „medizinisch notwendigen Zahnbehandlungen“ sprechen.

Innovationsgarantie schützt auch zukünftige Verfahren

Darüber hinaus enthält uni-dent|Top eine Innovationsgarantie. Werden künftig neue Untersuchungs- oder Behandlungsmethoden von der Schulmedizin überwiegend anerkannt, sollen diese im tariflichen Umfang ebenfalls versichert sein.

Das ist gerade bei einem langfristig abgeschlossenen Zahntarif sinnvoll: Zahnmedizinische Verfahren entwickeln sich weiter und ein heute modernes Bedingungswerk kann in zehn oder zwanzig Jahren technisch überholt sein.

Zukunftsgarantie bei Änderungen der GKV

Die zusätzliche Zukunftsgarantie bezieht sich auf Veränderungen der gesetzlichen Krankenversicherung beziehungsweise der Heilfürsorge.

Werden dort Leistungen geändert, soll der tariflich zugesagte Versicherungsschutz im vereinbarten Umfang bestehen bleiben.

Professionelle Zahnreinigung und Prophylaxe bis 250 Euro jährlich

uni-dent|Top 100 stellt für Zahnreinigung und Prophylaxe insgesamt bis zu 250 Euro pro Kalenderjahr zur Verfügung.

Der Leistungskatalog ist dabei breiter als nur eine klassische PZR.

Versichert sein können beispielsweise:

  • professionelle Zahnreinigung
  • Zahnsteinentfernung
  • Entfernung subgingivaler Konkremente
  • Reinigung mit Ultraschall-, Laser- oder Pulverstrahlgeräten
  • Entfernung des Biofilms
  • Prothesenreinigung
  • Fluoridierung
  • Fissurenversiegelung
  • Mundhygienestatus
  • Kariesrisikodiagnostik
  • Behandlung überempfindlicher Zähne

Die 250 Euro gelten als gemeinsamer jährlicher Höchstbetrag für Zahnreinigung und Prophylaxe.

Bleaching bis 250 Euro

Zusätzlich zur Prophylaxe enthält der Tarif eine eigenständige Leistung für Zahnaufhellung.

Für ein durch einen Zahnarzt beziehungsweise unter zahnärztlicher Aufsicht durchgeführtes Bleaching stehen bis zu 250 Euro innerhalb von zwei Kalenderjahren zur Verfügung.

Diese Leistung ist separat vom jährlichen Prophylaxebudget geregelt.

Kieferorthopädie bis 3.000 Euro

uni-dent|Top 100 erstattet für kieferorthopädische Leistungen grundsätzlich 100 Prozent bis zu einem tariflichen Höchstbetrag von 3.000 Euro während der Vertragslaufzeit.

Versichert sind KFO-Maßnahmen bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres. Bei einer unfallbedingten kieferorthopädischen Behandlung entfällt diese Altersgrenze.

Besonders umfangreich ist die konkrete Aufzählung versicherter Behandlungstechniken:

  • Mini-Metallbrackets
  • Keramikbrackets
  • Kunststoffbrackets
  • Bracketumfeldversiegelung
  • Invisalign und andere Aligner-Therapien
  • Lingualtechnik
  • festsitzende Retainer
  • Lückenhalter
  • farbige und farblose Bögen
  • thermisch programmierbare Bögen
  • Pendulum
  • Distal-Jet
  • kieferorthopädische Bildgebung

Für Familien ist das ein attraktiver Leistungsbereich. Allerdings gehört der Höchstbetrag von 3.000 Euro nicht zu den höchsten KFO-Grenzen am Markt. Das sollte bei Kindern mit erwartbar umfangreicher kieferorthopädischer Versorgung berücksichtigt werden.

Aufbissbehelfe, DROS-, Knirscher- und Protrusionsschienen

Im Top-100-Tarif werden erstattungsfähige Aufbissbehelfe und Schienen zu 100 Prozent berücksichtigt.

Die Bedingungen nennen unter anderem DROS-Schienen, Knirscherschienen und Protrusionsschienen.

Auch funktionsanalytische und funktionstherapeutische Leistungen zur Diagnose und Behandlung von Störungen der Kiefergelenke, Kaumuskulatur und Zähne gehören zum Versicherungsschutz.

Vollnarkose, Dämmerschlaf, Lachgas, Hypnose und Akupunktur

Schmerzlindernde Maßnahmen werden im uni-dent|Top 100 ebenfalls zu 100 Prozent erstattet, sofern sie im Zusammenhang mit einer tariflich versicherten Behandlung stehen.

Ausdrücklich genannt werden:

  • Vollnarkose
  • Analgo-Sedierung beziehungsweise Dämmerschlaf
  • Lachgas-Sedierung
  • Akupunktur
  • Hypnose

Keine Gesundheitsfragen – aber kein Schutz für bekannte Baustellen

Ein entscheidender Vorteil des uni-dent|Top 100 ist der Abschluss ohne Beantwortung von Gesundheitsfragen.

Das macht den Zugang erheblich einfacher als bei Tarifen mit umfangreicher Zahnstatus- oder Parodontitisprüfung.

Allerdings bedeutet „ohne Gesundheitsfragen“ nicht, dass jede bereits bestehende Zahnsituation versichert ist.

Kein Versicherungsschutz besteht insbesondere für:

  • bei Vertragsabschluss fehlende und noch nicht dauerhaft ersetzte Zähne
  • vor Vertragsabschluss bereits begonnene Behandlungen
  • vor Vertragsabschluss bereits angeratene Behandlungen

Das ist ein wesentlicher Unterschied zu einigen Tarifen, die fehlende Zähne gegen Risikozuschlag ausdrücklich mitversichern.

Keine Wartezeiten

Die neue uniVersa-Produktlinie verzichtet vollständig auf klassische Wartezeiten.

Der tarifliche Versicherungsschutz kann damit grundsätzlich ab Versicherungsbeginn bestehen. Die genannten Ausschlüsse für bereits laufende oder angeratene Maßnahmen bleiben selbstverständlich bestehen.

Zahnstaffel des uni-dent|Top 100

Während der ersten vier Kalenderjahre ist die Gesamterstattung begrenzt:

  • 1. Kalenderjahr: 1.500 Euro
  • 1. bis 2. Kalenderjahr: insgesamt 3.000 Euro
  • 1. bis 3. Kalenderjahr: insgesamt 4.500 Euro
  • 1. bis 4. Kalenderjahr: insgesamt 6.000 Euro
  • ab dem 5. Kalenderjahr: keine entsprechende Gesamtbegrenzung mehr

Bei unfallbedingten zahnärztlichen Leistungen nach Vertragsabschluss entfällt diese Zahnstaffel.

Wichtig ist die Formulierung Kalenderjahr. Beginnt der Vertrag beispielsweise spät im Jahr, ist das erste tarifliche Kalenderjahr kürzer als zwölf Monate.

Privatzahnarzt und Behandlung im Ausland: 20-Prozent-Anrechnung beachten

Ein Punkt, der bei der 100-Prozent-Werbung leicht übersehen werden kann, betrifft Behandlungen ohne GKV-Vorleistung.

Erfolgt keine Vorleistung, weil die Behandlung beispielsweise bei einem reinen Privatzahnarzt ohne Kassenzulassung oder im Ausland stattfindet, rechnet uniVersa für bestimmte Leistungsbereiche pauschal 20 Prozent des erstattungsfähigen Rechnungsbetrages als fiktive Vorleistung an.

Ein 100-Prozent-Tarif kann in einer solchen Konstellation deshalb faktisch zu einem verbleibenden Eigenanteil führen.

Dieser Punkt betrifft insbesondere Zahnbehandlung, Zahnersatz, funktionsanalytische beziehungsweise funktionstherapeutische Leistungen sowie schmerzlindernde Maßnahmen.

GOZ: Erstattung nur bis zu den Höchstsätzen

Ein weiterer Punkt verdient Aufmerksamkeit: uni-dent|Top erstattet nach den Bedingungen nur bis zu den Höchstsätzen der Gebührenordnung für Zahnärzte beziehungsweise Ärzte.

Damit unterscheidet sich der Tarif von einigen Hochleistungstarifen am Markt, die auch über den 3,5-fachen GOZ-Satz hinaus leisten können.

Unsere Bewertung: Für die große Mehrheit normal abgerechneter Zahnbehandlungen dürfte das kein Problem darstellen. Wer jedoch bewusst Spezialisten aufsucht, die regelmäßig auf Grundlage individueller Honorarvereinbarungen oberhalb des GOZ-Höchstsatzes abrechnen, findet am Markt Tarife mit weitergehender Regelung.

Beiträge des uni-dent|Top 100

Der Tarif wird ohne Alterungsrückstellungen kalkuliert. Die Beiträge verändern sich deshalb mit bestimmten tariflichen Altersstufen.

Beispiele der 2026 gültigen Beiträge:

  • bis 20 Jahre: 17,92 Euro monatlich
  • 21 bis 25 Jahre: 22,57 Euro
  • 26 bis 30 Jahre: 27,37 Euro
  • 31 bis 35 Jahre: 30,66 Euro
  • 36 bis 40 Jahre: 34,29 Euro
  • 41 bis 45 Jahre: 38,80 Euro
  • 46 bis 50 Jahre: 45,07 Euro
  • 51 bis 55 Jahre: 52,40 Euro
  • 56 bis 60 Jahre: 58,65 Euro
  • 61 bis 65 Jahre: 68,01 Euro
  • 66 bis 70 Jahre: 71,41 Euro

Die Beitragstabelle zeigt deutlich, warum ein Zahnzusatztarif nicht nur anhand des Einstiegspreises beurteilt werden sollte.

Preis-Leistungs-Verhältnis des uni-dent|Top 100

Besonders interessant ist der Tarif in jüngeren Altersgruppen.

Ein 25-Jähriger zahlt nach der aktuellen Beitragstabelle 22,57 Euro monatlich beziehungsweise rund 270,84 Euro pro Jahr.

Dem steht allein ein Prophylaxebudget von bis zu 250 Euro pro Kalenderjahr gegenüber. Wer dieses Budget tatsächlich benötigt und ausschöpft, erhält damit rechnerisch bereits einen sehr großen Teil des Jahresbeitrags in Form von Prophylaxeleistungen zurück. Hinzu kommen der eigentliche Risikoschutz für Zahnersatz, Zahnbehandlung, KFO und weitere Leistungen.

Das bedeutet nicht, dass man eine Zahnversicherung allein wegen einer Zahnreinigung abschließen sollte. Versicherungen sind in erster Linie zur Absicherung großer finanzieller Risiken gedacht. Für die Beurteilung des Preis-Leistungs-Verhältnisses ist das Verhältnis aus Beitrag und regelmäßig nutzbarem Prophylaxebudget dennoch bemerkenswert.

Unsere Preis-Leistungs-Bewertung: Für jüngere Versicherte halten wir uni-dent|Top 100 für sehr attraktiv. Der Mehrbeitrag gegenüber Top 90 ist vergleichsweise überschaubar, während der Eigenanteil bei teurem Zahnersatz vollständig entfällt und gleichzeitig PZR-, KFO-, Bleaching- und Schienenleistungen höher ausfallen.

Mit zunehmendem Alter steigt der Monatsbeitrag allerdings deutlich. In höheren Altersgruppen sollte deshalb stärker geprüft werden, ob der Aufpreis zum 90-Prozent-Tarif den individuellen Mehrwert rechtfertigt.

Top 100 oder Top 90 – lohnt sich der Aufpreis?

Für einen 25-Jährigen kostet Top 100 nach der aktuellen Tabelle monatlich 22,57 Euro, Top 90 dagegen 19,44 Euro. Die Differenz beträgt damit nur 3,13 Euro pro Monat.

Dafür erhöht sich die Erstattung für hochwertigen Zahnersatz von 90 auf 100 Prozent, die jährliche Prophylaxeleistung von 200 auf 250 Euro und die KFO-Grenze von 2.500 auf 3.000 Euro.

Gerade in jungen Altersgruppen halten wir den Top-100-Tarif deshalb gegenüber Top 90 für ausgesprochen interessant.

Das ändert sich jedoch mit zunehmendem Alter, weil auch der absolute Beitragsabstand steigt. Eine pauschale Empfehlung unabhängig vom Eintrittsalter wäre daher nicht sinnvoll.

Was gefällt uns besonders?

  • 100 Prozent für hochwertigen Zahnersatz
  • 100 Prozent Zahnbehandlung
  • 100 Prozent für Inlays
  • keine Gesundheitsfragen
  • keine Wartezeit
  • 250 Euro Zahnprophylaxe pro Kalenderjahr
  • 250 Euro Bleaching innerhalb von zwei Kalenderjahren
  • konkrete Absicherung moderner Verfahren
  • Innovationsgarantie
  • Zukunftsgarantie
  • umfangreiche Implantat- und Knochenaufbauleistungen
  • umfangreiche KFO-Leistungsbeschreibung

Wo sehen wir Schwächen?

  • fehlende Zähne sind bei Vertragsabschluss nicht mitversichert
  • keine Erstattung oberhalb der GOZ-Höchstsätze
  • 20-Prozent-Anrechnung bei bestimmten Behandlungen ohne GKV-Vorleistung
  • KFO-Höchstbetrag mit 3.000 Euro gut, aber nicht marktführend
  • keine Alterungsrückstellungen und damit altersabhängige Beitragsstufen
  • Leistungsstaffel in den ersten vier Kalenderjahren

Unser Fazit zum uniVersa uni-dent|Top 100

uni-dent|Top 100 ist aus unserer Sicht ein sehr interessanter neuer 100-Prozent-Tarif. Besonders positiv fällt auf, dass die uniVersa den Tarif nicht nur über einen hohen Prozentsatz vermarktet, sondern zahlreiche moderne zahnmedizinische Verfahren ausdrücklich in das Bedingungswerk aufgenommen hat.

Die Kombination aus 100 Prozent Zahnersatz und Zahnbehandlung, 250 Euro Prophylaxe, umfangreicher Implantologie, ohne Gesundheitsfragen und ohne Wartezeiten ergibt vor allem für jüngere und mittelalte Versicherte ein starkes Gesamtpaket.

Nicht ganz auf dem Niveau einiger anderer Premiumtarife liegt die GOZ-Regelung. Auch die 20-prozentige fiktive GKV-Anrechnung bei bestimmten Privatzahnarzt- oder Auslandsbehandlungen sollte bekannt sein.

Unter dem Strich bewerten wir das Preis-Leistungs-Verhältnis des uni-dent|Top 100 insbesondere für jüngere Versicherte als sehr gut. Gerade der geringe Beitragsabstand zum Top 90 macht die 100-Prozent-Variante in vielen Fällen attraktiv.

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