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LKH ZahnUpgrade 90+ im Test: bis 100 % mit Bonusheft – Leistungen & Bewertung

vom 01.08.2026

Mit ZahnUpgrade 90+ bietet die Landeskrankenhilfe – kurz LKH – einen ungewöhnlich interessanten Zahnzusatztarif an: Der Versicherungsschutz beginnt bei 90 Prozent für hochwertigen Zahnersatz und Zahnbehandlung, kann durch ein regelmäßig geführtes Bonusheft auf 95 Prozent und nach zehn Jahren sogar auf 100 Prozent steigen.

Der Tarif verbindet damit einen bereits hohen Grundschutz mit einem Bonusmodell für regelmäßige Zahnvorsorge. Hinzu kommen Leistungen für professionelle Zahnreinigung, Bleaching, Kieferorthopädie, Implantate, Inlays, Schmerzausschaltung und moderne zahnmedizinische Verfahren.

Besonders interessant ist außerdem, dass ZahnUpgrade 90+ wahlweise mit oder ohne Alterungsrückstellungen abgeschlossen werden kann. Damit können Versicherte selbst entscheiden, ob sie einen niedrigeren Einstiegsbeitrag oder eine stärker auf langfristige Beitragsstabilität ausgerichtete Kalkulation bevorzugen.

LKH ZahnUpgrade 90+ kurz zusammengefasst

Die kurze Antwort: LKH ZahnUpgrade 90+ erstattet zunächst 90 Prozent der erstattungsfähigen Gesamtkosten für hochwertigen Zahnersatz und Zahnbehandlung einschließlich möglicher Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung.

Wurde das Bonusheft mindestens fünf Jahre regelmäßig geführt, erhöht sich die Leistung auf 95 Prozent. Bei mindestens zehn Jahren lückenloser Vorsorge kann die Erstattung auf 100 Prozent steigen.

Die reine Regelversorgung wird unabhängig davon zu 100 Prozent abgesichert.

Hinzu kommen bis zu 200 Euro jährlich für Zahnprophylaxe bei maximaler Bonusstufe, bis zu 200 Euro jährlich für Bleaching beziehungsweise Maßnahmen zur Angst- und Schmerzausschaltung sowie Kieferorthopädie für Kinder und Jugendliche.

Eine klassische Wartezeit gibt es nicht.

Wer ist die LKH?

Die Landeskrankenhilfe V.V.a.G. gehört zu den traditionsreichen privaten Krankenversicherern Deutschlands. Sie wurde am 7. Juli 1926 in Lüneburg gegründet und feiert damit 2026 ihr 100-jähriges Bestehen.

Aus dem damaligen Krankenunterstützungsverein für selbstständige Landwirte entwickelte sich ein bundesweit tätiger privater Krankenversicherer.

Bemerkenswert ist die Unternehmensform: Die LKH ist ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit.

Damit gibt es keine externen Aktionäre, deren Interessen gegenüber den Versicherten berücksichtigt werden müssen. Die LKH beschreibt sich selbst als ausschließlich ihren Mitgliedern verpflichtet.

Wie groß ist die LKH?

Die LKH ist kein Versicherungs-Großkonzern wie Allianz oder AXA, sondern ein spezialisierter privater Krankenversicherer.

Für 2025 nennt die LKH unter anderem:

  • rund 155.300 Vollversicherte
  • rund 179.300 Zusatzversicherte
  • 961,7 Millionen Euro Beitragseinnahmen
  • 9,32 Milliarden Euro Bilanzsumme
  • rund 572 Mitarbeiter

Wie finanzstark ist die LKH?

Interessant ist insbesondere die aufsichtsrechtliche Kapitalausstattung.

Für 2025 weist die LKH Eigenmittel von rund 598,9 Millionen Euro bei regulatorischen Kapitalanforderungen von 107,6 Millionen Euro aus. Daraus ergibt sich eine Eigenmittelbedeckungsquote von rund 557 Prozent.

Unsere Einordnung: Die LKH ist deutlich kleiner als die großen internationalen Versicherungskonzerne. Dafür ist sie vollständig auf Krankenversicherung spezialisiert, seit 100 Jahren am Markt und als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit unabhängig von Aktionären. Die veröffentlichten Solvabilitätskennzahlen sind komfortabel.

Für einen langfristig gedachten Zahnzusatzvertrag bewerten wir diesen institutionellen Hintergrund positiv.

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Mir ist besonders wichtig:

Was ist das Besondere am BonusPlus?

Das BonusPlus ist das prägende Leistungsmerkmal von ZahnUpgrade 90+.

Der Tarif beginnt mit 90 Prozent. Hat der Versicherte über mindestens fünf Jahre regelmäßig Zahnvorsorge betrieben und kann dies über sein Bonusheft nachweisen, erhöht sich die tarifliche Erstattung auf 95 Prozent.

Nach mindestens zehn Jahren lückenlos geführtem Bonusheft sind sogar 100 Prozent möglich.

  • ohne entsprechenden Bonusnachweis: 90 Prozent
  • mindestens 5 Jahre Bonusheft: 95 Prozent
  • mindestens 10 Jahre Bonusheft: 100 Prozent

BonusPlus gilt für Erwachsene ab 21 Jahren.

Ist LKH ZahnUpgrade 90+ also ein 100-Prozent-Tarif?

Nicht automatisch. Die garantierte Ausgangsleistung beträgt 90 Prozent.

100 Prozent werden erreicht, wenn die Voraussetzungen des BonusPlus erfüllt sind und ein entsprechend lange geführtes Bonusheft vorliegt.

Das ist ein wichtiger Unterschied zu klassischen 100-Prozent-Tarifen, die unabhängig von der Vorsorgehistorie von Beginn an 100 Prozent erstatten.

Für Versicherte, die ohnehin regelmäßig jährlich zur Zahnvorsorge gehen und ihr Bonusheft führen, kann das Modell allerdings sehr attraktiv sein.

90 bis 100 Prozent für hochwertigen Zahnersatz

Zum versicherten hochwertigen Zahnersatz gehören unter anderem:

  • Implantate
  • Kronen und Keramikkronen
  • Brücken
  • Inlays
  • Veneers beziehungsweise Keramikverblendschalen
  • implantatgetragener Zahnersatz
  • Knochenaufbau im Zusammenhang mit Implantaten
  • funktionsanalytische Leistungen
  • Material- und Laborkosten im tariflichen Rahmen

Die Erstattung beträgt grundsätzlich 90 Prozent einschließlich der GKV-Leistung, mit BonusPlus 95 beziehungsweise 100 Prozent.

Bei der einfachen gesetzlichen Regelversorgung werden 100 Prozent übernommen.

Wie gut ist ZahnUpgrade 90+ bei Implantaten?

Implantate gehören zum versicherten hochwertigen Zahnersatz. Auch ein medizinisch notwendiger Knochenaufbau im Rahmen einer Implantatversorgung ist eingeschlossen.

Das ist wichtig, weil bei einer Implantation nicht allein die künstliche Zahnwurzel Kosten verursacht. Fehlt ausreichend Knochenvolumen, können vorbereitende chirurgische Maßnahmen den Rechnungsbetrag deutlich erhöhen.

Offizielles LKH-Beispiel für ein Implantat

Die LKH zeigt selbst ein Beispiel mit folgenden Kosten:

  • Rechnungsbetrag: 1.998,95 Euro
  • Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung: 539,65 Euro
  • verbleibender Eigenanteil ohne Zahnzusatzversicherung: 1.459,30 Euro

Mit ZahnUpgrade 90+ und zehnjährigem Bonusheft übernimmt die LKH in diesem Beispiel die verbleibenden 1.459,30 Euro vollständig.

Eigenanteil im Beispiel: 0 Euro.

Inlays und hochwertige Keramikversorgung

Inlays gehören ebenfalls zum höherwertigen Zahnersatz und folgen dem jeweiligen Erstattungssatz des Tarifs.

Im ZahnUpgrade 90+ bedeutet das grundsätzlich 90 Prozent, mit fünfjährigem Bonusheft 95 Prozent und mit zehnjährigem Bonusheft bis zu 100 Prozent.

Wer häufig Wert auf hochwertige keramische Versorgungen legt, profitiert damit erheblich von einer langen Vorsorgehistorie.

Zahnbehandlung ebenfalls 90 bis 100 Prozent

Eine interessante Besonderheit gegenüber einigen anderen Tarifserien ist, dass LKH den Bonusmechanismus nicht auf Zahnersatz beschränkt.

Auch Zahnbehandlungen werden grundsätzlich mit 90 Prozent und mit BonusPlus mit bis zu 100 Prozent erstattet.

Dazu zählen unter anderem:

Wie gut ist die LKH bei Wurzelbehandlung und Parodontitis?

Wurzel- und Parodontalbehandlungen gehören ausdrücklich zum Leistungsbereich Zahnbehandlung.

Das ist relevant, weil die gesetzliche Krankenversicherung insbesondere bei Wurzelbehandlungen nicht in jeder medizinischen Konstellation sämtliche privatärztlichen Mehrkosten übernimmt.

ZahnUpgrade 90+ kann die verbleibenden erstattungsfähigen Kosten im tariflichen Umfang auffangen.

Professionelle Zahnreinigung: bis 200 Euro jährlich

Für professionelle Zahnreinigung und andere Prophylaxemaßnahmen stehen abhängig vom Bonusstatus unterschiedliche Leistungen zur Verfügung:

  • 90 Prozent bis maximal 180 Euro pro Kalenderjahr
  • 95 Prozent bis maximal 190 Euro bei mindestens fünf Jahren Bonusheft
  • 100 Prozent bis maximal 200 Euro bei mindestens zehn Jahren Bonusheft

Die Zahl der Zahnreinigungen selbst ist nicht begrenzt. Entscheidend ist der jährliche Gesamtbetrag.

Ist ein PZR-Limit von 180 bis 200 Euro ausreichend?

Für viele Versicherte dürfte es in der Praxis ausreichend sein.

Je nach Zahnarzt und Aufwand liegen typische PZR-Kosten häufig so, dass mit 180 bis 200 Euro eine oder auch zwei Behandlungen zumindest weitgehend finanziert werden können.

Ein Tarif ohne jeglichen Prophylaxehöchstbetrag ist formal großzügiger. Für die realistische Bewertung halten wir das LKH-Budget dennoch für gut dimensioniert.

Bleaching bis 200 Euro pro Kalenderjahr

Ungewöhnlich ist, dass LKH Bleaching nicht nur alle zwei Jahre berücksichtigt, sondern ein jährliches Budget vorsieht.

Je nach Bonusstufe gelten:

  • 90 Prozent bis maximal 180 Euro jährlich
  • 95 Prozent bis maximal 190 Euro jährlich nach fünf Jahren Bonusheft
  • 100 Prozent bis maximal 200 Euro jährlich nach zehn Jahren Bonusheft

Bleaching ist allerdings keine medizinische Kernleistung. Für unsere Gesamtbewertung wiegen wir Implantate, Zahnbehandlung und Zahnersatz deutlich stärker.

Lachgas, Dämmerschlaf, Hypnose und Vollnarkose

Dasselbe Jahresbudget gilt auch für besondere Maßnahmen zur Angst- und Schmerzausschaltung.

Die LKH nennt unter anderem:

  • Akupunktur
  • Hypnose
  • Analgo-Sedierung beziehungsweise Dämmerschlaf
  • Lachgas-Sedierung
  • Vollnarkose

Für Angstpatienten kann dieser Leistungsbereich einen echten praktischen Mehrwert haben.

Kieferorthopädie: 90 Prozent bis 2.500 Euro

ZahnUpgrade 90+ übernimmt bei Kindern und Jugendlichen grundsätzlich 90 Prozent der erstattungsfähigen kieferorthopädischen Aufwendungen bis maximal 2.500 Euro für die Vertragsdauer.

Das gilt sowohl für KIG 1 und 2 ohne Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung als auch für private Mehrkosten bei KIG 3 bis 5.

Zu den möglichen versicherten Leistungen gehören:

Besonderheit in den ersten beiden Kalenderjahren

Tritt der kieferorthopädische Versicherungsfall innerhalb der ersten beiden Kalenderjahre nach Versicherungsbeginn ein, reduziert sich die maximale KFO-Leistung zunächst auf 1.250 Euro.

Das ist eine echte Anfangsbegrenzung. Bei einem langfristig für ein noch junges Kind abgeschlossenen Vertrag verliert sie allerdings relativ schnell an Bedeutung.

Kieferorthopädie bei Erwachsenen

Bei Erwachsenen leistet der Tarif bei unfallbedingter Kieferorthopädie mit 90 Prozent.

Für diese unfallbedingten Leistungen gibt es nach der vorliegenden Tarifübersicht keine entsprechende Alters- oder Höchstbetragsgrenze.

Keine Wartezeit

ZahnUpgrade 90+ hat keine klassische Wartezeit.

Der Versicherungsschutz besteht damit grundsätzlich ab Versicherungsbeginn.

Bereits laufende, angeratene oder konkret beabsichtigte Behandlungen werden dadurch allerdings nicht rückwirkend versicherbar.

Kann ich LKH ZahnUpgrade 90+ mit fehlenden Zähnen abschließen?

Ja. Bis zu drei fehlende, noch nicht ersetzte Zähne können grundsätzlich angenommen und mitversichert werden.

Die LKH erhebt dafür nach der aktuellen Tarifübersicht einen Zuschlag von 5 Euro monatlich je fehlendem Zahn.

Das ist insbesondere deshalb interessant, weil die später notwendige Versorgung des bereits fehlenden Zahnes nicht automatisch vollständig ausgeschlossen bleibt.

Welche Begrenzung gilt für bereits fehlende Zähne?

Für eine Implantatversorgung eines bei Abschluss bereits fehlenden und entsprechend mitversicherten Zahnes gilt in den ersten vier Kalenderjahren eine zusätzliche Begrenzung von maximal 1.250 Euro je Implantatversorgung.

Zusätzlich muss die allgemeine Zahnstaffel berücksichtigt werden.

Nach Ablauf der Anfangszeit verliert diese Sonderbegrenzung entsprechend an Bedeutung.

Welche Gesundheitsfragen stellt die LKH?

Die LKH verzichtet nicht vollständig auf Gesundheitsfragen.

Gefragt wird insbesondere, ob aktuell eine zahnärztliche Behandlung läuft oder eine solche vom Zahnarzt angeraten beziehungsweise beabsichtigt ist.

Auch nach laufenden, angeratenen oder beabsichtigten kieferorthopädischen beziehungsweise parodontalen Behandlungen wird gefragt.

Die Gesundheitsprüfung ist damit vergleichsweise fokussiert und konzentriert sich vor allem auf aktuell bestehende Behandlungsbedarfe.

Zahnstaffel: Wie viel zahlt LKH in den ersten Jahren?

In den ersten vier Kalenderjahren gelten allgemeine Leistungshöchstbeträge.

Im ersten Kalenderjahr stehen grundsätzlich maximal 1.000 Euro zur Verfügung. Allerdings wird dieser Betrag abhängig vom Beginn innerhalb des Kalenderjahres anteilig reduziert:

  • Vertragsbeginn Januar bis März: bis 1.000 Euro
  • April bis Juni: bis 750 Euro
  • Juli bis September: bis 500 Euro
  • Oktober bis Dezember: bis 250 Euro

Für das zweite bis vierte Kalenderjahr stehen anschließend insgesamt bis zu 4.000 Euro zur Verfügung.

Ab dem fünften Kalenderjahr entfällt die allgemeine Begrenzung.

Ist die LKH-Zahnstaffel streng?

Der anteilige Betrag bei einem sehr späten Versicherungsbeginn kann zunächst niedrig wirken.

In der Praxis sollte aber berücksichtigt werden, dass bereits vor Vertragsabschluss angeratene Behandlungen ohnehin nicht versichert sind.

Für einen langfristigen Vertrag halten wir deshalb den vollständigen Wegfall ab dem fünften Kalenderjahr für wichtiger als die Höhe im ersten Rumpfjahr.

Vorteil für Wechsler mit bestehender Zahnversicherung

Interessant ist die Regelung für bereits versicherte Kunden.

Bestand unmittelbar vor Vertragsbeginn eine Zahnzusatzversicherung mit mindestens 40 Prozent Zahnersatzleistung, kann das erste Kalenderjahr hinsichtlich der allgemeinen Leistungshöchstsummen erlassen werden.

Für Wechsler kann das ein erheblicher Vorteil sein.

Was passiert ohne GKV-Vorleistung?

Grundsätzlich kann die LKH auch dann leisten, wenn die gesetzliche Krankenversicherung tatsächlich nichts zahlt.

Besteht allerdings grundsätzlich ein Anspruch gegen die GKV oder einen anderen Versorgungsträger und wird die mögliche Vorleistung nicht nachgewiesen, kann die LKH pauschal 30 Prozent des erstattungsfähigen Rechnungsbetrages als fiktive Vorleistung anrechnen.

Das ist besonders bei Behandlungen durch reine Privatzahnärzte ohne Kassenzulassung relevant.

Ist der 30-Prozent-Abzug ein großes Problem?

Für gesetzlich Versicherte, die normalerweise einen Zahnarzt mit Kassenzulassung aufsuchen und mögliche GKV-Leistungen ordnungsgemäß beantragen, dürfte die Regelung nur selten praktische Relevanz haben.

Wer dagegen bewusst regelmäßig reine Privatpraxen ohne Kassenzulassung nutzt, sollte diesen Punkt stärker gewichten.

GOZ: keine Erstattung oberhalb des Höchstsatzes

Auch die LKH begrenzt ihre Erstattung auf die tariflich anerkannten Höchstsätze der Gebührenordnung für Zahnärzte.

Es gibt Wettbewerber, die bei wirksamer Honorarvereinbarung oberhalb des 3,5-fachen GOZ-Satzes weiter leisten.

Formal ist das leistungsstärker.

Für die typische zahnärztliche Behandlung sehen wir die LKH-Regelung allerdings nicht als gravierenden Nachteil. Sie wird hauptsächlich dann relevant, wenn gezielt hochpreisige Spezialisten oberhalb der normalen GOZ-Höchstsätze abrechnen.

Innovationsvorsorge

Ein interessanter langfristiger Bestandteil ist die Innovationsvorsorge.

Neue medizinisch notwendige Behandlungsmethoden können damit im Rahmen der tariflichen Regelungen berücksichtigt werden.

Das ist für langfristige Verträge sinnvoll, weil sich Zahnmedizin und Behandlungstechniken über Jahrzehnte erheblich verändern können.

Beiträge ohne Alterungsrückstellungen

Die LKH weist für Erwachsene in der Altersgruppe 21 bis 35 Jahre für ZahnUpgrade 90+ ohne Alterungsrückstellungen aktuell einen Beitrag ab 13,50 Euro monatlich aus.

Kinder und Jugendliche bis 20 Jahre zahlen nach der aktuellen offiziellen Beitragstabelle 21,50 Euro monatlich.

Der individuelle Beitrag hängt unter anderem von Eintrittsalter und Gebisszustand ab.

ZahnUpgrade 90+ mit oder ohne Alterungsrückstellungen?

Eine Besonderheit der LKH ist die Wahlmöglichkeit.

Ab dem 21. Lebensjahr kann ZahnUpgrade 90+ auch mit Alterungsrückstellungen abgeschlossen werden.

Ohne Alterungsrückstellungen ist der Einstieg günstiger. Später können aufgrund des Älterwerdens tarifliche Beitragssprünge entstehen.

Mit Alterungsrückstellungen zahlt der Versicherte bereits in jüngeren Jahren mehr. Ein Teil dieses Beitrags wird genutzt, um das mit zunehmendem Alter steigende versicherungstechnische Risiko zu finanzieren.

Dadurch sollen allein altersbedingte Beitragssprünge vermieden werden.

Sind Alterungsrückstellungen bei der LKH sinnvoll?

Das hängt stark von der geplanten Vertragsdauer ab.

Wer jung ist, maximale Flexibilität möchte oder davon ausgeht, den Anbieter möglicherweise später zu wechseln, kann den günstigeren Tarif ohne Alterungsrückstellungen bevorzugen.

Wer dagegen bewusst einen langfristigen Vertrag bei der LKH sucht und davon ausgeht, auch in Jahrzehnten noch dort versichert zu sein, sollte die Variante mit Alterungsrückstellungen ernsthaft prüfen.

Beitragsanpassungen aufgrund steigender Behandlungskosten, Inflation oder medizinischen Fortschritts können trotzdem stattfinden. Die Alterungsrückstellung verhindert also nicht jede mögliche Beitragsanpassung.

Preis-Leistungs-Verhältnis des LKH ZahnUpgrade 90+

Das Preis-Leistungs-Verhältnis halten wir insbesondere für jüngere Erwachsene für attraktiv.

Schon der Grundtarif bietet 90 Prozent Zahnersatz und Zahnbehandlung. Wer ohnehin regelmäßig zur Vorsorge geht, kann den Schutz auf 95 beziehungsweise langfristig sogar 100 Prozent erhöhen.

Dazu kommen bis zu 200 Euro Prophylaxe, bis zu 200 Euro für Bleaching oder Schmerzausschaltung, ein brauchbarer KFO-Schutz, keine Wartezeit und die Möglichkeit, vorhandene Zahnlücken gegen festen Zuschlag einzuschließen.

Fairfekt bewertet gerade die 70+- und 90+-Varianten ebenfalls als leistungsstarke und preisgünstige Zahnzusatzversicherungen.

Was gefällt uns besonders?

  • 90 Prozent Grundschutz
  • 95 bzw. 100 Prozent über BonusPlus erreichbar
  • 100 Prozent Regelversorgung
  • keine Wartezeit
  • bis zu 200 Euro Prophylaxe jährlich
  • bis zu 200 Euro Bleaching beziehungsweise Angst- und Schmerzausschaltung
  • Implantate und Knochenaufbau versichert
  • KFO einschließlich Invisalign und Lingualtechnik
  • bis zu drei fehlende Zähne versicherbar
  • Innovationsvorsorge
  • Variante mit Alterungsrückstellungen wählbar
  • Anrechnung einer qualifizierten Vorversicherung

Welche Einschränkungen sollte man kennen?

Der Tarif startet nicht automatisch bei 100 Prozent – hierfür ist ein langjähriges Bonusheft notwendig.

Die Prophylaxe ist auf 180 bis maximal 200 Euro pro Jahr begrenzt. Für die meisten üblichen PZR-Nutzer dürfte dieser Betrag jedoch gut nutzbar sein.

Die GOZ-Erstattung reicht nicht über die üblichen Höchstsätze hinaus. Das betrifft vor allem außergewöhnlich hoch abgerechnete Spezialistenbehandlungen.

Die 30-prozentige fiktive GKV-Anrechnung ist insbesondere bei reinen Privatzahnarztbehandlungen zu beachten, spielt bei der gewöhnlichen Versorgung eines GKV-Versicherten aber meist eine deutlich geringere Rolle.

Für wen eignet sich LKH ZahnUpgrade 90+?

Der Tarif passt aus unserer Sicht besonders zu Versicherten, die regelmäßig zur Zahnvorsorge gehen und deshalb das BonusPlus realistisch nutzen können.

Auch Personen mit bis zu drei bestehenden Zahnlücken können den Tarif interessant finden.

Für Familien ist zusätzlich der KFO-Schutz relevant.

Wer einen langfristigen Verbleib bei der LKH plant, sollte die Variante mit Alterungsrückstellungen in den Vergleich einbeziehen.

Unser Fazit zum LKH ZahnUpgrade 90+

LKH ZahnUpgrade 90+ ist ein sehr interessanter Tarif für Menschen, die einen hohen Schutz wünschen und regelmäßige Vorsorge ohnehin als selbstverständlich betrachten.

Das BonusPlus macht aus einem guten 90-Prozent-Tarif langfristig einen Tarif mit bis zu 100 Prozent Erstattung.

Besonders gefallen uns außerdem die Wahl zwischen Kalkulation mit und ohne Alterungsrückstellungen, die Mitversicherung fehlender Zähne, die Innovationsvorsorge und die fehlende Wartezeit.

Die vorhandenen Begrenzungen bei GOZ, Prophylaxe und fiktiver GKV-Anrechnung sind real, dürften für viele typische GKV-Versicherte im Alltag aber nicht die entscheidenden Leistungsfaktoren sein.

Unsere Preis-Leistungs-Bewertung: sehr gut.

Ihr direkter Draht zur unseren Experten:  040 / 357 358 48
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